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Professor Dr. Heinz Maier-Leibnitz

DFG-Präsident von 1974 bis 1979

Prof. Dr. Heinz Maier-Leibnitz
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Akademische Vita

Heinz Maier-Leibnitz wurde am 28. März 1911 in Esslingen am Neckar geboren und studierte Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart und an der Universität Göttingen. Mit einer Studie zur Atomphysik wurde er 1935 promoviert. Anschließend arbeitete er bis 1952 am Kaiser-Wilhelm- bzw. dem heutigen Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg. Seit 1952 wirkte Maier-Leibnitz auf dem Lehrstuhl für Technische Physik der Technischen Hochschule München. Von 1967 bis 1972 war er der erste Direktor des von ihm mitinitiierten deutsch-französischen Gemeinschaftsinstituts Max von Laue - Paul Langevin in Grenoble. Er starb im Alter von 89 Jahren am 16. Dezember 2000 in Allensbach am Bodensee.

Ämter, Mitgliedschaften und Ehrungen

  • 1972 -1973 Mitglied des Wissenschaftsrates

  • 1972-1975 Präsident der Internationalen Union für Reine und Angewandte Physik

  • 1973-1974 Vorsitzender der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte

  • 1973 - 1983 Stiftungsrat der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung

  • 1974 - 1979 Präsident der DFG

Mitglied

u.a. der Leopoldina in Halle, der Heidelberger, Bayerischen, Flämischen, Indischen, Schwedischen, Finnischen, Französischen und Österreichischen Akademie der Wissenschaften; auch Mitglied der Königlich Schwedischen Sozietät der Wissenschaften

Ausgewählte Auszeichnungen

u.a. mit der Carus-Medaille der Deutschen Akademie der Naturforscher/Leopoldina (1971), mit dem Großen Bundesverdienstkreuz (1972), Mitglied und später Kanzler (1979-1984) des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste, Freiherr vom Stein-Preis (1980), Bayerischer Maxiniliansorden (1981), Otto Hahn-Preis der Stadt Frankfurt (1984), Wilhelm Exner-Medaille (1985), Otto Hahn-Preis für Chemie und Physik (1986), Lorenz Oken-Medaille (1988), Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterbd. (1991), Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg (1995), Stern-Gerlach-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (1996)

Ehrendoktorwürden

Universität Wien (1965), Universität Grenoble (1966) und Universität Reading (1973)

Forschungsschwerpunkte und Veröffentlichungen

Experimentalphysik, Kernphysik

Wichtige Veröffentlichungen

An der Grenze zum Neuen. Rollenverteilung zwischen Forschern und Politikern in der Gesellschaft (1977)
Zwischen Wissenschaft und Politik. Ausgewählte Reden und Aufsätze 1974-79 (1980)
Kochbuch für Füchse (1980; erw. Aufl. 1991)
Der geteilte Plato. Ein Atomphysiker zum Streit um den Fortschritt (1981)
Streitbriefe über Kernenergie (Mithrsg. 1982; Neuaufl. 1987)
Zeugen des Wissens (Hrsg., 1986)
Mikrowellen_Kochkurs für Füchse (1986)
Lernschock Tschernobyl (1986)
Tschernobyl und die Folgen (1987)
Zweifel am Verstand (m. Elisabeth Noelle-Neumann, 1989)

Weitere Informationen

Mehr zum Heinz Maier-Leibnitz-Preis unter:


Zum Namensgeber und der Entstehung des Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Zusatzinformationen

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