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DFG mit Nachwuchswoche zu Computational Biology and Biomedicine in Skoltech/Moskau zu Gast

(26.09.17) Anfang September richteten der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unter dem Dach des Deutschen Hauses für Wissenschaft und Innovation (DWIH Moskau) ihre siebte „German-Russian Week of the Young Researcher“ aus. Gut 50 Promovierende, Postdocs und Professoren stellten am Skolkovo Institute of Science and Technology in Moskau ihre Forschungsansätze in der Bioinformatik und Biomedizin vor. Zu den deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählten neben dem DFG-Vizepräsidenten Frank Allgöwer (Stuttgart) auch vielfach DFG-geförderte Professoren wie Olaf Wolkenhauer (Rostock) und Knut Reinert (Berlin). Auch die Sprecher des deutsch-russischen Graduiertenkollegs 1563 („Regulation und Evolution zellulärer Systeme“) Dmitrij Frishman (TU München), Ralf Zimmer (LMU München) und Mikhail Gelfand (Lomonosov-Universität, Skoltech) sowie Werner Mewes (beteiligter Wissenschaftler im IGK 1563, TU München) kamen zur Veranstaltung und brachten eine neue Generation von Doktorandinnen und Doktoranden mit.

Hochschulleitung von Skoltech mit Vertretern des DWIH-Moskau und der Deutschen Botschaft Moskau: v.l.n.r.: Thomas Graf (Deutsche Botschaft Moskau), Ulrich Grothus (DAAD), Frank Allgöwer (DFG), Werner Mewes (TU München), Aleksandr Kuleshov und Rupert
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Hochschulleitung von Skoltech mit Vertretern des DWIH-Moskau und der Deutschen Botschaft Moskau: v.l.n.r.: Thomas Graf (Deutsche Botschaft Moskau), Ulrich Grothus (DAAD), Frank Allgöwer (DFG), Werner Mewes (TU München), Aleksandr Kuleshov und Rupert

© DWIH

Zur Eröffnung der Nachwuchswoche wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Präsidenten des Skolkovo Institute of Science and Technology (kurz Skoltech), Alexander Kuleshov, sowie dem Skoltech Provost und deutschen Mediziner Rupert Gerzer begrüßt. Grußworte für die deutsche Seite überbrachten der Leiter der Wirtschafts- und Wissenschaftsabteilung der Deutschen Botschaft in Moskau Thomas Graf, der stellvertretende Generalsekretär des DAAD Ulrich Grothus sowie DFG-Vizepräsident Frank Allgöwer.

DFG-Vizepräsident Frank Allgöwer eröffnet die Nachwuchswoche 2017 am Skolkovo Institute for Science and Technology
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DFG-Vizepräsident Frank Allgöwer eröffnet die Nachwuchswoche 2017 am Skolkovo Institute for Science and Technology

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DFG-Leibniz-Preisträger und Systembiologe Frank Allgöwer war es dann auch, der mit seinem Eröffnungsvortrag den Übergang zum wissenschaftlichen Teil der Nachwuchswoche herstellte, die sich mit „Computational Biology and Biomedicine“ in diesem Jahr einem relativ jungen und interdisziplinären Fachgebiet widmete. Expertinnen und Experten der Bioinformatik, Mathematik, Molekular- und Systembiologie sowie der Experimentellen Technik diskutierten auf höchstem Niveau theoretische und philosophische Aspekte von Life Science Research. Biologische Datenanalyse unterstützt mittlerweile vielfältig die Forschung in den Lebenswissenschaften, indem sie enorme Datenmengen beherrschbar und auswertbar macht und so erstaunliche Ergebnisse liefert, die uns Menschen ein besseres Verständnis für komplexe, biologische Prozesse ermöglicht. Sowohl in Fachvorträgen, Talks als auch Posterpräsentationen wurde ein breites Themenspektrum von der Entwicklung von Computeralgorithmen bis hin zur biologischen Interpretation von medizinischen Daten abgedeckt.

Darüber hinaus nutzten insbesondere die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Woche, die in diesem Jahr aus Berlin, München, Rostock und Stuttgart anreisten, diese Veranstaltung zu einem intensiven Austausch zu deutsch-russischen Kooperationsmöglichkeiten. Neben den Fachvorträgen präsentierten die Wissenschaftsorganisationen des DWIH Moskau ihre Förderprogramme mit Russland in Rahmen eines Science Cafés, was zum direkten Dialog mit der DFG und ihren russischen Partnerorganisationen, dem DAAD, der Helmholtz Gemeinschaft, der FU Berlin sowie dem wissenschaftlichen Publikationshaus Springer einlud. Zudem teilten Vertreterinnen und Vertreter von Bayer Moskau, dem russischen Startup Unternehmen Biosoft sowie der Mitbegründer und Vorsitzende des Aufsichtsrates von Biomax Informatics AG Werner Mewes in Best-Practice-Berichten Ihre Erfahrungen über den steinigen aber spannenden Weg von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von marktfähigen Innovationen und Entrepreneurship.

Werner Mewes (TU München) und Ralf Zimmer (LMU München)
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Werner Mewes (TU München) und Ralf Zimmer (LMU München)

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Gerade dieser Ansatz, marktfähige Innovationen zu entwickeln, prägt die Entstehungsgeschichte der Skoltech Universität, die im Kontext des, als „russischen Silicon Valley“ angelegten Innovationszentrum Skolkovo 2011 mit finanzieller und fachlicher Unterstützung des amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) ins Leben gerufen wurde. Skoltech ist eine aufstrebende Einrichtung, die als private Forschungsuniversität ihren Studierenden Master- und PhD-Programme anbietet, in denen die Verknüpfung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung bis hin zur Entwicklung innovativer Lösungen aktiv gefördert werden. Das fachliche Profil konzentriert sich vor allem auf Bereiche wie etwa IT, Biomedizin, Energie, Weltraumforschung. Mit diesem Anspruch und der internationalen Ausrichtung stellt Skoltech selbst ein Novum in der russischen Wissenschaftslandschaft dar. Die Zukunft wird zeigen, wie groß der Impact dieser Universität auf die Wissenschaftslandschaft in Russland sein wird und welche Innovationskraft wirklich von dieser Einrichtung ausgehen wird.

Grundlegende Ziele der Wochen sind eine breite Netzwerkbildung und die Intensivierung der Kooperation auf der Ebene des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dabei greifen die Konferenzen interdisziplinäre und zukunftweisende Themen auf, die zugleich aktuelle Schwerpunkte oder Potentiale der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland berücksichtigen. Die Nachwuchswochen wurden 2011 auf Initiative von DAAD und DFG im Rahmen des Deutsch-Russischen Jahres der Wissenschaft, Bildung und Innovation ins Leben gerufen und finden einmal pro Jahr an wechselnden Standorten mit wechselnden Themen in Russland statt. Veranstaltet werden die Wochen in Zusammenarbeit mit den bedeutendsten Universitäten und Forschungszentren des Landes (Kazan 2011), (Jekaterinburg 2012), (Novosibirsk 2013), (St. Petersburg 2014), (Moskau 2015, 2016).

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