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Experimentelle Reise in das Innere der Erde

„Diamond Formation in the Earth´s Interior and the Deep Carbon Cycle” war das Thema der sechsten Leibniz Lecture im Rahmen des American Geophysical Union (AGU) Fall Meeting am 13. Dezember in Washington, DC.

Leibniz-Preisträger Daniel Frost

Leibniz-Preisträger Daniel Frost

© DFG

Kohlenstoff und der Kohlenstoffkreislauf sind von wesentlicher Bedeutung für das System Erde. Daniel Frost vom Bayerischen Geoinstitut der Universität Bayreuth geht es in seiner Forschung vor allem um den Kohlenstoffkreislauf im tiefen Erdmantel, in Tiefen, die durch Bohrungen nicht zu erreichen sind. Den damit verbundenen Mangel an Gesteinsproben konnte er erfolgreich durch die Entwicklung von Hochdruck- und Hochtemperatur-Experimenten ausgleichen, wofür er 2016 den Leibniz-Preis der DFG erhalten hat.

In seinem Vortrag anlässlich der Herbsttagung der AGU konzentrierte sich Frost auf die Kohlenstoffspeicherung im Erdmantel in Form von Diamanten. Er erläuterte, wie stabile Kohlenstoffphasen experimentell in Abhängigkeit von Druck und Temperatur bestimmt werden können und welche Rückschlüsse die Ergebnisse dieser Experimente auf den Ablauf dieser Prozesse in der frühen Erdgeschichte erlauben.

Mit Verweis auf den im Besitz von Queen Elizabeth II befindlichen „Star of Africa“ bekannte der Leibniz-Preisträger, wie gerne er diesen und ähnlich große Diamantenfunde für seine Experimente verwenden würde. Das überwiegend geowissenschaftliche Publikum der Leibniz Lecture folgte seinem Vortrag gebannt und musste nicht davon überzeugt werden, dass Diamanten mehr als reine Schmuckstücke sind.