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Besuch der DFG Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek in New York City und Washington, DC

Besuch der DFG-Generalsekretärin Professorin Dorothee Dzwonnek in den DFG-Büros in New York und Washington, DC / Gespräche mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern befreundeter Wissenschaftsorganisationen / Vortrag zu “The Internationalisation of Excellence: German Science Policy and Perspectives for German-American Cooperation”

Bei ihrem Besuch in New York City hat die DFG-Generalsekretärin Professorin Dorothee Dzwonnek zwei thematische Schwerpunkte gesetzt. In den Gesprächen mit der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen (StäV) ging es vor allem um die Frage, wie die Wissenschaft die Umsetzung der von den Vereinten Nationen vereinbarten Sustainable Development Goals (SDGs) unterstützen. Bereits im April 2015 standen Fragen der globalen Nachhaltigkeit und mögliche Beiträge der Wissenschaft zu ihrer Lösung im Zentrum der gemeinsamen Konferenz „Measuring Sustainable Development“ der DFG und der United Nations University unterstützt von der StäV. Bereits diese gab wichtige Impulse, an die weitere Aktivitäten anknüpfen können. Auch die für 2019/20 angestrebte Mitgliedschaft Deutschlands im UN-Sicherheitsrat könnte die Einbindung der Wissenschaft auch in diesen Prozess unterstützen. Mit Unterstützung der StäV plant die DFG zu diesem Zweck unterschiedliche Aktivitäten und ist im Gespräch mit Partnern über eine Nachfolgekonferenz.

Ein zweiter thematischer Schwerpunkt der Reise war der Austausch über das Zusammenwirken der verschiedenen, im „German House“ vertretenen deutschen Mittlerorganisationen und Hochschulbüros. Am Standort der StäV und des Deutschen Generalkonsulats arbeiten neben dem DAAD und den Verbindungsbüros von 15 deutschen Hochschulen beziehungsweise Hochschulkonsortien noch das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) und das German Academic International Network (GAIN). Hintergrund des Austauschs über die jeweiligen Aufgabenschwerpunkte und Entwicklungsperspektiven ist die Konzeption der künftigen German Academy in New York, die ab 2020 ihren Betrieb am früheren Ort des Goethe-Instituts unmittelbar gegenüber dem Metropolitan Museum of Art an der Fifth Avenue aufnehmen wird.

In den Gesprächen am 5. und 6. April in Washington, DC, ging es schwerpunktmäßig um Fragen der Nachwuchsförderung und der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft. Mit Vertreterinnen und Vertretern des Council of Graduate Schools (CGS) erörterte Dzwonnek die jüngsten Trends in der Graduiertenausbildung in den USA. Angesichts sinkender staatlicher Investitionen steht der CGS stellvertretend für seine Mitgliedshochschulen für den Nutzen der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses nicht nur für den Einzelnen, sondern für die Gesellschaft.

Einig waren sich Dzwonnek und die Direktorin der National Science Foundation (NSF), France Córdova, bei einem anschließenden Treffen darüber, dass Fragen der Gleichstellung und internationale Kooperationen eine besondere Priorität in Wissenschaft und Forschung haben müssen. So arbeitet die NSF zurzeit verstärkt daran, größeren, von ihr geförderten Forschungszentren eine internationale Vernetzung zu ermöglichen. Immer mehr Fachgebiete melden Interesse an einer Zusammenarbeit mit Deutschland an – das gilt es auch angesichts der von mancherlei politischer Unsicherheit geprägten Finanzierung von Wissenschaft und Forschung in den USA von deutscher Seite zu nutzen.

Die Chancen, die der Forschungsstandort Deutschland auch für Forschende aus den USA bietet, griff Dorothee Dzwonnek auch in ihrer wissenschaftspolitischen Ansprache am Abend des 5. April vor etwa hundert Gästen in den Räumlichkeiten des Nordamerikabüros auf. Unter dem Titel „The Internationalization of Excellence: German Science Policy and Perspectives for German-American Cooperation“ plädierte sie für eine transatlantische Kooperation auf hohem wissenschaftlichen Niveau, die durch die anstehenden Entscheidungen in der deutschen Exzellenz-Strategie nochmals Impulse erhalten würde. Überzeugungsarbeit musste die Generalsekretärin unter ihren Zuhörern – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaftspolitik und -förderung ebenso wie aus der Forschung – freilich kaum leisten. Wissenschaft, das zeigten die angeregten Unterhaltungen im Anschluss, öffnet Kommunikationskanäle, wo sie die Politik manchmal nur schwer findet.

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