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14. GAIN-Jahrestagung in Boston

DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek und DFG-Präsident Peter Strohschneider
DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek und DFG-Präsident Peter Strohschneider
© GAIN/Mark Wilson

Unter dem Motto „Deutschland wirbt in den USA um Spitzenkräfte“ traf sich in Boston zum 14. Mal das German Academic International Network. Das jährliche Treffen besuchten 2014 mehr als 300 in den USA und Kanada tätige Nachwuchsforscherinnen und -forschern – davon die meisten mit Stipendien deutscher Organisationen und gut ein Drittel DFG-Forschungsstipendiaten. Auch in diesem Jahr bot es die Gelegenheit des Austauschs mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft und auf der begleitenden und mit 70 Ausstellern größten außereuropäischen Messe für Karrieren in der deutschen Wissenschaft wichtige Hinweise auf Förderprogramme und konkrete Stellen.

Deutschland, sagte Dzwonnek in ihrer Begrüßungsrede, habe in den vergangenen Jahren sehr viel für die Wissenschaft getan und die Förderung sei auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Sie zitierte beispielhaft den US-amerikanischen Spitzenforscher Professor Alec Wodtke, der mit einer Humboldt-Professur nach Deutschland gekommen ist, und erst kürzlich das berühmte Zitat von Heinrich Heine umformulierte: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann sehe ich einen Ort vor mir, an dem Forschung wirklich noch Spaß macht“.

Der Präsident der DFG, Professor Peter Strohschneider, machte in dem Podiumsgespräch „Wissenschaft, Forschung und Innovation in Deutschland“ allerdings auch auf die strukturellen Defizite an deutschen Hochschulen aufmerksam. Das Streichen vieler Stellen im akademischen Mittelbau sorge für die Karriereplanung für große Unsicherheiten – eine Kurskorrektur komme für viele zu spät. „Wir müssen“, sagte Strohschneider, „dafür sorgen, dass in wissenschaftlichen Karrieren durchaus mögliches und zulässiges intellektuelles Scheitern nicht zu biografischen Katastrophen führt“.

(v.l.n.r.) Dorothee Dzwonnek, Martin Rabanus, Dr. Claudia Lücking-Michel, Kai Gehring, Dr. Thomas Feist, Dr. Karamba Diaby und Dr. Philipp Lengsfeld
(v.l.n.r.) Dorothee Dzwonnek, Martin Rabanus, Dr. Claudia Lücking-Michel, Kai Gehring, Dr. Thomas Feist, Dr. Karamba Diaby und Dr. Philipp Lengsfeld
© GAIN/Mark Wilson
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Zum Abschluss moderierte Dorothee Dzwonnek die „Bilanz der Tagung“ und zog, zusammen mit sechs Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des deutschen Bundestages, „Rückschlüsse für die Politik“. Dabei zeigten sich die MdBs beeindruckt von der inhaltlichen Dichte der Tagung und von den wiederholt vorgetragenen Wünschen des wissenschaftlichen Nachwuchses, noch mehr für die Verlässlichkeit von Karriereperspektiven in der Forschung in Deutschland zu tun. Andererseits hielten sie aus ihrer jeweiligen Perspektive begründet dagegen: Die Anstrengungen der vergangenen Jahre zahlten sich mittlerweile aus. Diese Anstrengungen müssten fester Bestandteil der deutschen Politik bleiben, denn nur so sei Deutschland in den vergangenen Jahren auch für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein sehr attraktiver Standort geworden. Der ebenso herzliche wie dringende Appell an die Deutschen in den USA und Kanada lautete: „ Werden Sie Teil dieser positiven und dynamischen Bewegung“.

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Begrüßungsrede von DFG-Generalsekrärtin Dorothee Dzwonnek auf der 14. GAIN-Jahrestagung
© GAIN/Mark Wilson




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