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Eröffnung der Plattform für Biodiversität, Ökosystem-Monitoring und -Forschung in Südecuador

(25.10.13) Am 16. Oktober wurde die gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und ihrer ecuadorianischen Partnerorganisation Secretaría Nacional de Educación Superior, Ciencia y Tecnología e Innovación (SENESCYT) geförderte Plattform für Biodiversität, Ökosystem-Monitoring und -Forschung in Cuenca, Südecuador, feierlich eröffnet. Es nahmen rund 80 Personen aus den Bereichen Wissenschaft, Umwelt, Gesellschaft und Diplomatie teil.

Die ecuadorianische Ministerin für Umwelt, Lorena Tapia, betonte in ihrer Ansprache, dass die Forschungskooperation der Plattform einen essenziellen Beitrag für die ecuadorianische Umweltpolitik leiste und gleichzeitig auch auf die enorme Biodiversität in Ecuador aufmerksam mache, die es zu schützen gelte. Der deutsche Botschafter Dr. Alexander Olbrich hob in seiner Begrüßung hervor, dass im Vorfeld der Plattform in Südecuador bereits über viele Jahre hinweg im Rahmen von zwei DFG-Forschergruppen grundlegende Ergebnisse zur Biodiversität in einem Umfang erforscht wurden, wie dies weltweit nur an wenigen Lokalitäten geschehen sei.

Eröffnung der Plattform, Ansprache von Dr. Dietrich Halm, Leiter des DFG-Büros Lateinamerika

Eröffnung der Plattform, Ansprache von Dr. Dietrich Halm, Leiter des DFG-Büros Lateinamerika

© ETAPA EP

Der Leiter des DFG-Büros Dr. Dietrich Halm hob hervor, dass sich parallel zu den hierzu etablierten Forschungskooperationen auch die institutionelle Zusammenarbeit zwischen der DFG und dem SENESCYT in den letzten Jahren so weit entwickelt habe, dass im Mai 2012 in Berlin ein Kooperationsabkommen zur gemeinsamen Förderung von Forschungsvorhaben zwischen DFG und SENESCYT unterzeichnet werden konnte. Die Standorte der „Plataforma“ seien internationale Referenzstandorte für zukünftige Forschung und Datenerhebung hinsichtlich Prozessen, Funktionen und Dienstleistungen hochsensibler und hochdiverser Ökosysteme, die unter dem Einfluss sich verändernder globaler klimatischer Randbedingungen ständen. Hier mache es auch in besonderem Maße Sinn, Transfer-Projekte zur Implementierung von Methoden und Ergebnissen zu bewilligen, um einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger Ökosystemnutzung zu ermöglichen.

Eröffnung der Plattform. V. l. n. r.: Dr. Alexander Olbrich, deutscher Botschafter; Dr. Paul Granda López, Oberbürgermeister von Cuenca; Lorena Tapia, ecuadorianische Umweltministerin; Prof. Dr. Jörg Bendix, Universität Marburg, deutscher Sprecher der Plattform; Ximena Amoroso, SENESCYT, Abteilung Wissenschaft und Technologie

Eröffnung der Plattform. V. l. n. r.: Dr. Alexander Olbrich, deutscher Botschafter; Dr. Paul Granda López, Oberbürgermeister von Cuenca; Lorena Tapia, ecuadorianische Umweltministerin; Prof. Dr. Jörg Bendix, Universität Marburg, deutscher Sprecher der Plattform; Ximena Amoroso, SENESCYT, Abteilung Wissenschaft und Technologie

© ETAPA EP

Zunächst begann 1997 eine erste, kleinere Gruppe von deutschen Wissenschaftlern mit einzelnen DFG-geförderten Sachbeihilfeprojekten die megadiversen Bergregenwälder in Südecuador systematischer zu untersuchen. Ab 2001 lief auf deutlich größerer Skale eine erste DFG-Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Erwin Beck, Universität Bayreuth. Eine zweite Forschergruppe startete 2007 unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Bendix, Universität Marburg. Über die Jahre wurden die Kooperationsstrukturen mit den ecuadorianischen Partnern schrittweise ausgebaut, wie zum Beispiel zu der Universidad Tecnica Particular de Loja, der Universidad Nacional de Loja, der Universidad de Cuenca, der Universidad Católica de Quito, der Stiftung Nature and Culture International und zum Umwelt-Dienstleister ETAPA.

Für SENESCYT und die DFG beginnt mit dem Plattform-Projekt auch ein neuer Abschnitt der Kooperation, da nun zum ersten Mal gemeinsame deutsch-ecuadorianische Projekte von beiden Organisationen in größerem Umfang parallel gefördert werden.

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