Japanisch Deutscher Workshop zu „Computational Neuroscience“
Wissenschaftlicher Austausch in den Neurowissenschaften
Vom 2. bis 4. März 2011 fand im Okinawa Institute of Science and Technology (OIST) der bereits dritte Workshop im Bereich „Neurosciences“ in Japan in Zusammenarbeit mit dem DFG-Büro Japan statt. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der DFG, der Japan Science and Technology Agency (JST) und dem RIKEN. Auch diese neurowissenschaftliche Veranstaltung fand bei über 50 etablierten Forschern und Nachwuchsforschern aus Deutschland und Japan großen Anklang und spiegelte den regen wissenschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern in den Neurowissenschaften wider. Alle Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihre Beziehungen zu vertiefen und neue Kontakte zu Forscherkollegen zu knüpfen.
Professor Dr. Robert Baughman (Vice President and Executive Director, OIST), Herr Akira Nakanishi (Director, Department of International Affairs, JST) sowie Dr. Jan Kunze (Programmdirektor, Gruppe Lebenswissenschaften II, DFG) und Dr. Iris Wieczorek (Direktorin, DFG-Büro Japan) begrüßten die Teilnehmer im Seaside House des OIST zu dem zweitägigen Workshop, der Forschern aus Deutschland und Japan eine Plattform zur Präsentation ihrer Arbeit, zur Diskussion und zum Ideenaustausch bot.
Aus Deutschland waren Forscher von den Universitäten Bielefeld, Frankfurt, Freiburg, Göttingen und Potsdam sowie vom Bernstein Center for Computational Neuroscience (BCCN) in Berlin, Freiburg und München angereist. Die japanischen Teilnehmer des Workshops kamen von der Kyoto University, dem National Institute of Information and Communications Technology (NICT), vom Okinawa Institute of Science and Technology (OIST), von der Ritsumeikan University, dem RIKEN Brain Science Institute und aus dem „Exploratory Research for Advanced Technology“ (ERATO) Program der JST. Berichtet wurde in den Präsentationen über Problemstellungen und Entdeckungen aus dem vielfältigen Spektrum der Neurowissenschaften auf Basis verschiedenster Ansätze.
Die Themen umfassten statistische Analysen neuronaler Signale, Untersuchungen über die Entscheidungsfindung oder die Verarbeitung emotionaler Informationen und neuronale Vernetzung. Ebenso auf dem Programm standen „Cognitive Robotics“, „Brain Computer Interfaces“ oder das Lernen von Maschinen. Thomas Wachtler vom German Neuroinformatics Node (g-node) am Bernstein Center for Computational Neuroscience (BCCN) an der Ludwig-Maximilians-Universität München stellte die sogenannte „German Neuroinformatics Node“ (g-node) Datenbank vor, die als internationales Forum zum Austausch von Forschungsdaten und als Analysetool genutzt wird. Die große Bandbreite der Präsentationen warf viele neue Fragen auf und ermöglichte intensive Gespräche zwischen den Teilnehmern.
Auch die Poster-Sessions in den Pausen stießen auf großes gegenseitiges Interesse. Dr. Jan Kunze und Herr Masashi Hara (Chief, Department of International Affairs) stellten den interessierten jungen Forschern die Förderprogramme der DFG und der JST vor.
Am 4. März besichtigte die Gruppe gemeinsam das Gelände und die gut ausgestatteten neuen Labors des Okinawa Institute of Science and Technology.
Offizielle Organisatoren des Workshops aus Japan:
Kenji Doya (Okinawa Institute of Science and Technology, OIST) Tomoki Fukai (Laboratory for Neural Circuit Theory, RIKEN Brain Science Institute) Masato Okada (Graduate School of Frontier Sciences, The University of Tokyo) Mana Tanifuji (Laboratory for Statistical Neuroscience, RIKEN Brain Science Institute)
Offizielle Organisatoren des Workshops aus Deutschland:
Klaus Obermayer (Technische Universität Berlin) Jochen Triesch (Frankfurt Institute for Advanced Studies) Florentin Wörgötter (Bernstein Center for Computational Neuroscience, Universität Göttingen)






