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DFG veranstaltet Science Policy Workshop „Diversity and Excellence in Science“ in Bangalore

“Diversity as a driver of excellence”

Prof. Rohini Godbole (IISc Bangalore)
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Prof. Rohini Godbole (IISc Bangalore)

© DFG Delhi

(26.02.18) Am Abend des 15.2.2018 fand in Bangalore der vom DFG-Büro Indien und dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Bangalore organisierte Science Policy Workshop „Diversity and Excellence in Science“ statt. Etwa 50 Gäste aus der Wissenschafts- und Science Policy Community folgten der Einladung zu einer Diskussions­veranstaltung mit anschließendem Empfang. Thema der Veranstaltung waren verschiedene Typen von Vielfalt im Wissenschaftssystem, ihre Beziehungen untereinander und – zentral – ihr Beitrag zur Qualität des wissenschaftlichen Outputs.

Die Veranstaltung bestand aus einer Keynote der DFG-Generalsekretärin Prof. Dorothee Dzwonnek und drei kürzeren Diskussionsbeiträgen von der Physikerin Prof. Rohini Godbole (IISc Bangalore), dem Agrarwissenschaftler Prof. K.N. Ganeshaiah (UAS Bangalore) und von Dr. Annette Schmidtmann, Leiterin der Abteilung „Fachliche Angelegenheiten der Forschungsförderung“ der DFG.

In ihrer Keynote lenkte Frau Dzwonnek den Blick auf Analogien zwischen struktureller bzw. organisatorischer Vielfalt des Wissenschaftssystems einerseits und Vielfalt der Menschen im Wissenschaftssystem andererseits und formulierte die Hypothese, dass beide Arten von Vielfalt notwendige Bedingungen für exzellente Wissenschaft seien – „Diversity is a driver of excellence“, so Prof. Dzwonnek.

Prof. Godbole nahm das Thema auf und skizzierte Gründe, die für die enge kausale Beziehung zwischen beiden Arten von Vielfalt einerseits und akademischer Exzellenz andererseits sprechen, an erster Stelle die Überlegung, dass ein vergrößerter Talentpool die Gesamtleistung des Systems erhöht. Auch Prof. Ganeshaiah sah Anhaltspunkte für die Wahrheit der Hypothese; seine Beispiele aus der Wissenschaft, aber auch Analogbeispiele aus der Welt des Sports, legten weitere kausale Verknüpfungen nahe. Die Vielfalt der Menschen führe zur Vielfalt der Überlegungen und Lösungsansätze, was wiederum zu besser abgesicherten und intelligenteren Problemlösungen führe. Der letzte Beitrag von Dr. Annette Schmidtmann (DFG) stellte die Position der DFG in der Gleichstellungsthematik vor und erläuterte die vielen konkreten Bemühungen der DFG um Geschlechtergerechtigkeit im Wissenschaftssystem und damit um einen möglichst großen und vielseitigen Talentpool.

Die von Generalkonsul Margit Hellwig-Bötte moderierte Diskussion mit dem Publikum war lebhaft und konstruktiv; die Rückmeldungen der Gäste äußerst positiv. Die Veranstaltung stellte einen Beitrag zur indischen Debatte dar und machte die DFG in Südindien gleichzeitig ein stückweit bekannter.