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Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der DFG-Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat am 20. Juni 2017 in Berlin aus den Händen von Bundesfamilienministerin Katarina Barley und John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie Stiftung, erneut das Zertifikat zum audit berufundfamilie erhalten. Zuvor hatte die DFG erfolgreich das Dialogverfahren zum audit durchlaufen, das Arbeitgebern offen steht, die seit mindestens neun Jahren mit dem audit eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik verfolgen. Die DFG wurde erstmals im Jahr 2001 mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet, das bislang eine Laufzeit von drei Jahren hatte. Nach Re-Auditierungen in den Jahren 2004, 2007, 2011 und 2014 folgte nun das Dialogverfahren, das mit dem Zertifikat mit dauerhaftem Charakter honoriert wird. Die DFG gehört damit zu der kleinen Zahl der Unternehmen und Institutionen in Deutschland, denen dieses Gütesiegel für ihre familienbewusste Personalpolitik bereits zum sechsten Mal verliehen wurde.

Zertifikatsübergabe durch die Bundesfamilienministerin Katarina Barley und John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie Stiftung, an Friederike Kölle von der DFG am 20. Juni 2017.
Zertifikatsübergabe durch die Bundesfamilienministerin Katarina Barley (re.) und John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie Stiftung (li), an Friederike Kölle von der DFG am 20. Juni 2017.
© berufundfamilie Service GmbH, Thomas Ruddies / Christoph Petras
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Angeboten wird das audit von der berufundfamilie Service GmbH, die zur Qualitätssicherung des Zertifikats in drei Jahren ein weiteres Dialogverfahren ansetzen wird. Ziel des Dialogverfahrens ist es, den hohen Entwicklungsstand der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik zu pflegen und in einzelnen ausgesuchten Bereichen das Optimierungspotenzial zu nutzen.

Die berufundfamilie Service GmbH bescheinigte der Geschäftsstelle: “Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist bei der DFG seit langem Realität. Die familienbewusste Personalarbeit ist umfassend etabliert. Es gibt - wie auch schon bei der Re-Auditierung Sicherung, die hier 2014 pilotiert wurde - kaum noch konkrete, "reine" Vereinbarkeitsthemen, die bearbeitet werden müssten. Die Herausforderungen liegen nun darin, den erreichten Standard zu halten und stetig entsprechend sich ändernden Anforderungen weiterzuentwickeln. Dazu bestehen gute Voraussetzungen, da das Thema "Beruf und Familie" bereits in den Strukturen und Prozessen sowohl der Personalorganisation als auch der Führungsarbeit gut verankert ist. Die DFG ist damit beim Thema "Beruf und Familie" sehr gut aufgestellt, und sie stellt sich den Herausforderungen einer sich zur Zeit stark verändernden Arbeitswelt.“

berufundfamilie lobte auch das anhaltend große Interesse der DFG an einer Verstetigung der verschiedenen und bewährten familienfreundlichen Angebote zur Unterstützung der Beschäftigten. Zu diesen Angeboten zählen unter anderem:

  • Ein flexibles Arbeitszeitsystem:
    Für alle Beschäftigten der Geschäftsstelle gelten flexible Arbeitszeiten. Soweit dienstliche Belange es erlauben und die Arbeitsfähigkeit der Organisationseinheit gewährleistet ist, können Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit innerhalb der Rahmenarbeitszeit (zwischen 6.30 Uhr im Sommer oder 7.00 Uhr im Winter und 21 Uhr) selbst bestimmt werden. Damit haben die Beschäftigten die Möglichkeit, Beruf und Familie im Alltag flexibel zu gestalten.
  • Individuelle Teilzeitmodelle und -möglichkeiten:
    Die Beschäftigten der DFG können ihre Arbeitsleistung auch in Teilzeit erbringen. 2016 lag die Teilzeitquote bei 26 Prozent. Die DFG ist bestrebt, den individuellen Wünschen nach Teilzeitarbeit sowohl hinsichtlich der Arbeitszeit als auch ihrer Verteilung auf die Wochenarbeitszeit nachzukommen. So können die 19,5 Stunden der regulären Halbtagsarbeit an unterschiedlich vielen Tagen der Woche abgearbeitet werden. Auch Verträge mit einer niedrigeren oder höheren Wochenarbeitszeit sind selbstverständlich möglich.
  • Telearbeit:
    Die DFG stellt ihren Beschäftigten Telearbeitsplätze zur Verfügung. Derzeit arbeiten rund 160 Personen in alternierender Telearbeit. Darüber hinaus kann anlassbezogene Telearbeit gewährt werden, wenn kurzfristig und nicht absehbar eine Situation eintritt, die die Anwesenheit der oder des Beschäftigten zu Hause für einen begrenzten Zeitraum zwingend erforderlich macht und die Alternative einer völligen Freistellung (Urlaub, Gleittage) für diesen Zeitraum wegen dringend zu erfüllender fachlicher Aufgaben nicht in Betracht kommt. Anlassbezogene Telearbeit kann auch bei dringlichen fachlichen Aufgaben bewilligt werden, die ein hohes Maß an Konzentration und konzeptioneller Vorbereitung erfordern.
  • Belegplätze in der Kindertagesstätte „Buntes Rabenhäuschen“:
    Im Jahr 2013 hat die DFG ihr Kinderbetreuungsplatzangebot weiter ausgebaut und verfügt nun über 30 Plätze in der Kindertagesstätte „Buntes Rabenhäuschen" des Johanniter-Krankenhauses in Bonn. Davon stehen 10 Plätze für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren zur Verfügung und 20 Plätze für Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren. Die Beiträge richten sich nach den Jahreseinkommen der Eltern. Die Belegung der freien Plätze erfolgt einmal im Jahr durch eine DFG-interne Kommission zur Besetzung der Kindergartenplätze.
  • Kooperation mit der Firma „pme Familienservice“:
    Die DFG-Geschäftsstelle bietet eine allgemeine Beratung und Vermittlung über die Firma pme Familienservice an. Zu deren umfassenden Informations- und Beratungsleistungen zählen die Vermittlung von Tagesmüttern und -vätern, Kinderfrauen, Plätzen in Kinderkrippen oder Kindertageseinrichtungen (einschließlich Horten) soweit vorhanden. Sie organisiert Back-up-Betreuung (Sonderkonditionen) und Notmütterdienste für kurzfristige und zeitlich begrenzte Einsätze, zum Beispiel wegen Krankheit des Kindes, seiner Betreuungsperson oder seiner Eltern, bei Teilnahme der Eltern an Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen oder auch bei Vertretungstätigkeiten und Dienstreisen. Darüber hinaus bietet der Familienservice Ferienprogramme für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren an. pme Familienservice unterstützt außerdem in Sachen Homecare/Eldercare – so ist das ganzheitliche Beratungs- und Unterstützungskonzept individuell auf die Bedürfnisse der zu betreuenden Menschen und ihrer Angehörigen abgestimmt. Unterstützt werden sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbst krank sind und zum Beispiel vorübergehende Hilfe im Haushalt oder in der Krankenpflege benötigen als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich um kranke/zu pflegende Angehörige jeden Alters kümmern. Durch das Netz von Niederlassungen in ganz Deutschland kann der pme Familienservice überall dort aktiv werden, wo die betroffenen Beschäftigten bzw. deren Angehörigen leben. Die Kosten für die Beratungs- und Vermittlungsleistungen des Familienservice trägt die DFG.

Allgemeine Informationen über das audit berufundfamilie und das audit familienbewusste hochschule:

Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt dafür, dass Familienbewusstsein in der Organisationskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erteilt ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium das Zertifikat zum audit. Seit der Einführung des audit im Jahr 1998 wurden über 1.600 Arbeitgeber mit dem Zertifikat ausgezeichnet. Aktuell sind insgesamt 971 Arbeitgeber nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert, darunter 482 Unternehmen, 379 Institutionen und 110 Hochschulen. Davon können über 1,86 Millionen Beschäftigte und mehr als 1,46 Millionen Studierende profitieren.

Zusatzinformationen

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