Handverlesen ausgewählt

Was braucht ein „Emmy“? Wer sich bewirbt, muss zeigen, dass er nach der Promotion selbstständig geforscht hat und eine eigenständige wissenschaftliche Karriere aufbauen kann. „Er muss sich vom Rockzipfel des Professors gelöst haben. Konkret: Geografisch und thematisch soll er unabhängig und mobil sein“, sagt Beate Scholz, bei der DFG verantwortlich für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Die früheren engen Altersgrenzen sind mittlerweile einer Regelung gewichen, die eine Zulassung zum Programm bis zu vier Jahre nach der Promotion erlaubt. Kandidaten müssen mit der Bewerbung die Zusage einer aufnehmenden Institution vorweisen können, die ihnen die notwendigen Arbeitsmöglichkeiten bereitstellt und für sie die Arbeitgeberfunktion übernimmt.

Mindestens ein Jahr im Ausland ist gewünscht. Ob diese wissenschaftliche Erfahrung allerdings während der Promotion oder während der Postdoc-Phase – etwa im Rahmen eines DFG-Forschungsstipendiums – gemacht wurde, spielt keine Rolle. Sollte ein Bewerber überhaupt nicht jenseits deutscher Grenzen geforscht haben, aber in hervorragende internationale Kooperationen eingebunden sein, hat er durchaus auch Chancen. Entscheidend sind wissenschaftliche Exzellenz und Selbstständigkeit, die alle Bewerber in einem harten Wettbewerb beweisen müssen.

Nachwuchsgruppenleiter werden in der Regel von Gutachtergruppen aufgrund eines schriftlichen Antrags und einer persönlichen Präsentation ihres Forschungsprojekts handverlesen ausgewählt. Wer hier erfolgreich ist, kann fünf, in Ausnahmefällen sogar sechs Jahre gefördert werden.

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