Emmy Noether-Treffen 2017

Treffen in Potsdam mit rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern / Themen vom  Rechtfertigungsdruck der Wissenschaft über den Klimawandel bis hin zu aktuellen wissenschaftspolitischen Themen und Neuigkeiten aus der DFG

Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
© DFG / David Ausserhofer
Öffnen (jpg)

Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Bild vom Saal beim wissenschaftpolitischen Abend
Beim wissenschaftspolitischen Abend stand das Thema "Wissenschaft zwischen Rechtfertigungsdruck und Zukunftsfähigkeit" zur Debatte
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Podium des Wissenschaftspolitischen Abends
Auf dem Podium diskutierten (v. l.) Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Prof. Dr. Peter Strohschneider, Cornelia Lossau, Ministerin Dr. Martina Münch und PD Dr. Christoph Rummel
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
© DFG


Öffnen (jpg)

DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck
DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck bei der Einführung zur Lecture: „Das Emmy Noether-Treffen gehört zu meinen schönsten Aufgaben, man könnte für das Treffen eine Vergnügungssteuer erheben.“
© DFG


Öffnen (jpg)

Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
© DFG


Öffnen (jpg)

Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
© DFG


Öffnen (jpg)

Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
 Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
© DFG


Öffnen (jpg)

Prof. Dr. Dorothea Brüggemann
Bei den Emmy Noether-Treffen diskutiert das Publikum stets rege mit. Im Bild: Prof. Dr. Dorothea Brüggemann, die die Stellungnahme zum Tenure-Track-Programm anregte
© DFG


Öffnen (jpg)

Blick von oben aufs Speeddating
Beim Speed-Dating lernten die Emmys einander und ihre Forschung kennen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
Auch ansonsten traf man sich...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
... und tauschte sich aus
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshop-Bild
Workshops gaben die Gelegenheit...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshopbild
... Fragestellungen rund um die Emmy Noether-Förderung und die wissenschaftliche Karriere zu vertiefen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Präsentation mit Schattenrissen
Das Emmy Noether-Programm - nach wie vor wegweisend
© DFG


Öffnen (jpg)

Das jährliche Treffen der Geförderten des Emmy Noether-Programms und seiner Alumni in dem idyllisch am See gelegenen Hotel in Potsdam ist zu einer Institution geworden – vom 19. bis 21. Juli 2017 trafen sie sich nunmehr zum 16. Mal. Wiederkehrende Rituale sind der wissenschaftspolitische Abend und die Emmy Noether-Lecture oder auch das „Familienfoto“ am See und rege abendliche Gesprächsrunden auf der von Mücken umtanzten Terrasse. Zu viel Gewöhnung und Vertrautheit unter den rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie fast 20 Vertreterinnen und Vertretern der DFG, um die drei gemeinsamen Tage produktiv zu füllen? Keinesfalls. Gerade die Mischung aus „frisch“ Geförderten und langjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Treffen, die ihre Erfahrungen einbrachten, sowie Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle ermöglichte es den „Emmys“, sich über die Förderung und fachlichen Spezifika der Nachwuchsgruppen zu informieren und auszutauschen sowie wertvolle Verbindungen zu knüpfen. Außerdem gaben die sich verändernden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für die Wissenschaft Anlass zu Diskussionen.

Wissenschaftspolitischer Abend

Bild vom Saal beim wissenschaftpolitischen Abend
Beim wissenschaftspolitischen Abend stand das Thema "Wissenschaft zwischen Rechtfertigungsdruck und Zukunftsfähigkeit" zur Debatte
© DFG / David Ausserhofer
Öffnen (jpg)

Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Bild vom Saal beim wissenschaftpolitischen Abend
Beim wissenschaftspolitischen Abend stand das Thema "Wissenschaft zwischen Rechtfertigungsdruck und Zukunftsfähigkeit" zur Debatte
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Podium des Wissenschaftspolitischen Abends
Auf dem Podium diskutierten (v. l.) Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Prof. Dr. Peter Strohschneider, Cornelia Lossau, Ministerin Dr. Martina Münch und PD Dr. Christoph Rummel
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
© DFG


Öffnen (jpg)

DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck
DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck bei der Einführung zur Lecture: „Das Emmy Noether-Treffen gehört zu meinen schönsten Aufgaben, man könnte für das Treffen eine Vergnügungssteuer erheben.“
© DFG


Öffnen (jpg)

Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
© DFG


Öffnen (jpg)

Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
© DFG


Öffnen (jpg)

Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
 Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
© DFG


Öffnen (jpg)

Prof. Dr. Dorothea Brüggemann
Bei den Emmy Noether-Treffen diskutiert das Publikum stets rege mit. Im Bild: Prof. Dr. Dorothea Brüggemann, die die Stellungnahme zum Tenure-Track-Programm anregte
© DFG


Öffnen (jpg)

Blick von oben aufs Speeddating
Beim Speed-Dating lernten die Emmys einander und ihre Forschung kennen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
Auch ansonsten traf man sich...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
... und tauschte sich aus
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshop-Bild
Workshops gaben die Gelegenheit...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshopbild
... Fragestellungen rund um die Emmy Noether-Förderung und die wissenschaftliche Karriere zu vertiefen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Präsentation mit Schattenrissen
Das Emmy Noether-Programm - nach wie vor wegweisend
© DFG


Öffnen (jpg)

So lag es nahe, in Zeiten von Debatten über „falsche Fakten“, international wissenschaftsskeptischer bis -feindlicher Entwicklungen und des weltweit ausgerichteten „March for Science“ beim wissenschaftspolitischen Abend in diesem Jahr nicht wie sonst häufig Fragen der wissenschaftlichen Karriere zu behandeln. Vielmehr kristallisierten sich unter dem Thema „Die Wissenschaft zwischen Zukunftsfähigkeit und Rechtfertigungsdruck“ rasch grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Wissenschaft und Politik, den Grenzen der Freiheit der Forschung sowie nach der Ambivalenz von Wissen heraus. Als Podiumsdiskussion mit zwei freien Stühlen für wechselnde Personen angelegt, entwickelte sich zwischen den Podiumsgästen – Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen, Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, und dem DFG-Präsidenten Prof. Dr. Peter Strohschneider – sowie den Emmy Noether-Geförderten ein intensiver Austausch. Moderatorin war Cornelia Lossau von der DFG.

Ausgangspunkt war die allgemein getragene Feststellung, dass die politischen Rahmenbedingungen für Wissenschaft in Deutschland im internationalen Vergleich sehr gut seien. Ein Veterinärmediziner und ein Pflanzenwissenschaftler zeigten sich dennoch schockiert und verärgert über die politischen Entscheidungen und öffentlichen Debatten rund um Tierversuche und Grüne Gentechnik. Trotz fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse sei es nicht möglich, differenziert zu diskutieren und potenzielle Chancen zu vermitteln – insbesondere klagten die jungen Forscher über den mangelnden Rückhalt seitens der Politik „wider besseres Wissen“. Hierauf erwiderte die brandenburgische Wissenschaftsministerin, dass Politik und Demokratie auf Interessenausgleich basierten: „Diese Debatten werden teils sehr emotional geführt. Am Ende entscheidet aber die Mehrheit, auch wenn das Ergebnis für Wissenschaftler sachlich nicht nachvollziehbar ist.“ Strohschneider fügte hinzu, dass die Freiheit der Forschung bei komplexen Themen wie diesen mit anderen Grundfreiheiten in Konflikt gerieten und die Wissenschaft insofern auch andere „Dignitäten“ achten müsse. Zudem sei in Rechnung zu stellen, dass wissenschaftliche Erkenntnis ambivalent ist: „Seit der Erfindung des Hammers kann man damit Nägel und Köpfe einschlagen – es ist daher nicht ganz trivial, was man damit macht.“ Die Verunsicherung der Gesellschaft gegenüber der modernen Wissenschaft sei nachvollziehbar, Forscherinnen und Forscher dürften umso weniger mit unbegrenzten Verheißungen locken und sollten die möglichen Kehrseiten ihrer Erkenntnisse offenlegen.

Die Verantwortung der Wissenschaft, das eigene Wissen gegenüber der Politik und der Gesellschaft verständlich zu machen, war Ulrike Beisiegel ein Anliegen. Sie betonte, dass die Vermittlungsschwierigkeiten komplexer wissenschaftlicher Themen bereits zwischen den Fächerkulturen begännen. Es brauche daher viel Geduld und Ausdauer. „Die Übersetzungsarbeit ist aber sehr wichtig“, so Beisiegel. Trotzdem lässt sich die Lücke zwischen dem Wissenstand der Expertinnen und Experten und dem der Laien wohl nicht ganz schließen. „Die Gesellschaft ist ungeheuer komplex“, sagte Strohschneider, „man kann nicht allen gleichermaßen Vertrauen in die Wissenschaft vermitteln.“

Emmy Noether-Lecture

Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
© DFG
Öffnen (jpg)

Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Bild vom Saal beim wissenschaftpolitischen Abend
Beim wissenschaftspolitischen Abend stand das Thema "Wissenschaft zwischen Rechtfertigungsdruck und Zukunftsfähigkeit" zur Debatte
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Podium des Wissenschaftspolitischen Abends
Auf dem Podium diskutierten (v. l.) Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Prof. Dr. Peter Strohschneider, Cornelia Lossau, Ministerin Dr. Martina Münch und PD Dr. Christoph Rummel
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
© DFG


Öffnen (jpg)

DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck
DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck bei der Einführung zur Lecture: „Das Emmy Noether-Treffen gehört zu meinen schönsten Aufgaben, man könnte für das Treffen eine Vergnügungssteuer erheben.“
© DFG


Öffnen (jpg)

Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
© DFG


Öffnen (jpg)

Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
© DFG


Öffnen (jpg)

Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
 Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
© DFG


Öffnen (jpg)

Prof. Dr. Dorothea Brüggemann
Bei den Emmy Noether-Treffen diskutiert das Publikum stets rege mit. Im Bild: Prof. Dr. Dorothea Brüggemann, die die Stellungnahme zum Tenure-Track-Programm anregte
© DFG


Öffnen (jpg)

Blick von oben aufs Speeddating
Beim Speed-Dating lernten die Emmys einander und ihre Forschung kennen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
Auch ansonsten traf man sich...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
... und tauschte sich aus
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshop-Bild
Workshops gaben die Gelegenheit...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshopbild
... Fragestellungen rund um die Emmy Noether-Förderung und die wissenschaftliche Karriere zu vertiefen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Präsentation mit Schattenrissen
Das Emmy Noether-Programm - nach wie vor wegweisend
© DFG


Öffnen (jpg)

Ein gesellschaftlich wie politisch viel diskutiertes Thema war auch Gegenstand der Emmy Noether-Lecture: Dr. Julia Pongratz vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg sprach zu „Ackern für den Klimaschutz“. Eindrucksvoll zeigte die Geografin, wie gewaltig der Eingriff des Menschen in die Landflächen der Erde ist: Rund drei Viertel der eisfreien Landoberfläche sind durch unterschiedlichste Formen der Landnutzung verändert worden. Pongratz, die seit 2013 die Emmy Noether-Gruppe „Forstwirtschaft im Erdsystem“ leitet, untersucht, wie die sich stetig wandelnde Landnutzung, insbesondere die Forstwirtschaft, das Klima und den globalen Kohlenstoffdioxidkreislauf beeinflussen. Bereits in ihrer mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichneten Doktorarbeit untersuchte Pongratz den historischen Landnutzungswandel und verfolgte den Beginn des menschengemachten Klimawandels nach. Außerdem befasste sie sich mit der Bedeutung der Landnutzung bei der Herausbildung des „Anthropozäns“ – dem Erdzeitalter, in dem der Mensch einen der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde darstellt.

Verantwortungsvolle und kluge Landnutzung kann laut Pongratz, die auch den den Sachstandsberichten des Weltklimarats (IPCC) mitwirkt, daher einen wichtigen Beitrag zu einer wirksamen Klimapolitik leisten. „Durch einen sparsamen Umgang mit fossilen Energieträgern und Wiederaufforstung ließe sich die globale Erwärmung wirkungsvoll drosseln“, sagte sie. Mit der Frage aus dem Publikum, wie man Politikerinnen und Politikern klar machen könne, dass jetzt gehandelt werden müsse, weil danach die Effekte der globalen Erwärmung nicht mehr rückgängig zu machen seien, richtete sich die Diskussion wieder auf das Verhältnis von Wissenschaft und Politik. Pongratz‘ Antwort lautete: „Da ist Weitsicht gefordert – aber es ist nicht mein Feld.“ Prof. Dr. Marlis Hochbruck, Mathematikerin und Vizepräsidentin der DFG, schlug vor, das Thema greifbar zu machen, indem man allen Beteiligten die erwartete Lebensdauer ihrer Enkelinnen und Enkel in Erinnerung rufe.

Aktuelles aus der DFG

Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
 Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
© DFG
Öffnen (jpg)

Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Bild vom Saal beim wissenschaftpolitischen Abend
Beim wissenschaftspolitischen Abend stand das Thema "Wissenschaft zwischen Rechtfertigungsdruck und Zukunftsfähigkeit" zur Debatte
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Podium des Wissenschaftspolitischen Abends
Auf dem Podium diskutierten (v. l.) Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Prof. Dr. Peter Strohschneider, Cornelia Lossau, Ministerin Dr. Martina Münch und PD Dr. Christoph Rummel
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
© DFG


Öffnen (jpg)

DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck
DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck bei der Einführung zur Lecture: „Das Emmy Noether-Treffen gehört zu meinen schönsten Aufgaben, man könnte für das Treffen eine Vergnügungssteuer erheben.“
© DFG


Öffnen (jpg)

Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
© DFG


Öffnen (jpg)

Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
© DFG


Öffnen (jpg)

Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
 Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
© DFG


Öffnen (jpg)

Prof. Dr. Dorothea Brüggemann
Bei den Emmy Noether-Treffen diskutiert das Publikum stets rege mit. Im Bild: Prof. Dr. Dorothea Brüggemann, die die Stellungnahme zum Tenure-Track-Programm anregte
© DFG


Öffnen (jpg)

Blick von oben aufs Speeddating
Beim Speed-Dating lernten die Emmys einander und ihre Forschung kennen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
Auch ansonsten traf man sich...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
... und tauschte sich aus
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshop-Bild
Workshops gaben die Gelegenheit...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshopbild
... Fragestellungen rund um die Emmy Noether-Förderung und die wissenschaftliche Karriere zu vertiefen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Präsentation mit Schattenrissen
Das Emmy Noether-Programm - nach wie vor wegweisend
© DFG


Öffnen (jpg)

Weg von der globalen Lage und hin zu förderpolitischen Themen ging es in dem von mehreren Mitgliedern der Geschäftsstelle bestrittenen Vortrag „Aktuelles aus der DFG“. Für die Emmy Noether-Geförderten wichtig waren die Neuigkeiten rund um das Thema Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft: Auf der Jahresversammlung Anfang Juli 2017 haben sich die Mitgliedseinrichtungen der DFG nicht nur auf die Fortführung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards verpflichtet, die sich an den Universitäten als wirksam für die Etablierung gleichstellungsfördernder Strukturen erwiesen haben. Die Gremien beschlossen auch die Ausarbeitung eines neuen, qualitativen Gleichstellungskonzepts und dessen Umsetzung bis Ende 2018. „Bei der Erstellung des Konzepts will die DFG ihr gesamtes Förderhandeln auf Gleichstellungsaspekte hin prüfen“, sagte Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp von der Gruppe Qualitäts- und Verfahrensmanagement. Darüber hinaus beschlossen die Gremien aber auch bereits erste konkrete Maßnahmen: Für das Emmy Noether-Programm wurde die zwölfmonatige Residenzpflicht im Ausland abgeschafft und ein zweckgebundener Familienzuschlag für Kongress- und Forschungsreisen eingeführt.

Auf großes Interesse bei der Zuhörerschaft stießen auch die Neuerungen im Emmy Noether- und im Heisenberg-Programm, die der Leiter der Gruppe Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und Nachwuchsförderung, Dr. Armin Krawisch, vorstellte. Die mögliche Förderdauer für Emmy Noether-Nachwuchsgruppen wird beispielsweise um ein Jahr verlängert und beträgt künftig sechs Jahre. „Das gibt größere Flexibilität und eine längere Perspektive, um die eigenen wissenschaftlichen Ziele zu erreichen“, sagte Krawisch. Beim Heisenberg-Programm wird es zukünftig vier wissenschaftlich gleichwertige Varianten geben: das Heisenberg-Stipendium, die -Stelle, die -Rotationsstelle und die -Professur. In Zukunft zielt der Antrag somit auf eine Förderung im Heisenberg-Programm – die Wahl der passenden Fördervariante fällt nach der Bewilligung und kann während der Laufzeit geändert werden.

Prof. Dr. Dorothea Brüggemann
Bei den Emmy Noether-Treffen diskutiert das Publikum stets rege mit. Im Bild: Prof. Dr. Dorothea Brüggemann, die die Stellungnahme zum Tenure-Track-Programm anregte
© DFG
Öffnen (jpg)

Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
Gruppenbild am See beim 16. Emmy Noether-Treffen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Bild vom Saal beim wissenschaftpolitischen Abend
Beim wissenschaftspolitischen Abend stand das Thema "Wissenschaft zwischen Rechtfertigungsdruck und Zukunftsfähigkeit" zur Debatte
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Podium des Wissenschaftspolitischen Abends
Auf dem Podium diskutierten (v. l.) Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Prof. Dr. Peter Strohschneider, Cornelia Lossau, Ministerin Dr. Martina Münch und PD Dr. Christoph Rummel
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
Dr. Julia Pongratz hielt die Emmy Noether-Lecture „Ackern für den Klimaschutz“
© DFG


Öffnen (jpg)

DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck
DFG-Vizepräsidentin Prof. Dr. Marlis Hochbruck bei der Einführung zur Lecture: „Das Emmy Noether-Treffen gehört zu meinen schönsten Aufgaben, man könnte für das Treffen eine Vergnügungssteuer erheben.“
© DFG


Öffnen (jpg)

Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
Als erste von drei Mitgliedern der DFG-Geschäftsstelle berichtete Dr. Karin Zach im Vortrag „Aktuelles aus der DFG“ über den Stand der Exzellenzstrategie
© DFG


Öffnen (jpg)

Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft ist für die Emmys ein wichtiges Thema. Dr. Sonja Ochsenfeld-Repp berichtete, was die DFG in dieser Hinsicht Neues tut
© DFG


Öffnen (jpg)

Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
 Dr. Armin Krawisch berichtete über die Neuerungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm
© DFG


Öffnen (jpg)

Prof. Dr. Dorothea Brüggemann
Bei den Emmy Noether-Treffen diskutiert das Publikum stets rege mit. Im Bild: Prof. Dr. Dorothea Brüggemann, die die Stellungnahme zum Tenure-Track-Programm anregte
© DFG


Öffnen (jpg)

Blick von oben aufs Speeddating
Beim Speed-Dating lernten die Emmys einander und ihre Forschung kennen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
Auch ansonsten traf man sich...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Gespräch
... und tauschte sich aus
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshop-Bild
Workshops gaben die Gelegenheit...
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Workshopbild
... Fragestellungen rund um die Emmy Noether-Förderung und die wissenschaftliche Karriere zu vertiefen
© DFG / David Ausserhofer


Öffnen (jpg)

Präsentation mit Schattenrissen
Das Emmy Noether-Programm - nach wie vor wegweisend
© DFG


Öffnen (jpg)

Krawisch berichtete auch über die Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen vom November 2016 zu dem von Bund und Ländern ausgeschriebenen Tenure-Track-Programm. Darin begrüßte die Allianz den Vorstoß, durch die Schaffung von 1000 zusätzlichen Professuren mit einer Tenure-Track-Option zu einem früheren Zeitpunkt der wissenschaftlichen Karriere größere Sicherheit und eine Perspektive für den Verbleib in der Wissenschaft zu geben. Die Allianz forderte jedoch zugleich, dass die Zahl der Professuren tatsächlich erhöht werden müsse, die Stellen einer adäquaten Ausstattung bedürften und das Programm nicht zu Lasten anderer herausragender Qualifizierungswege gehen dürfe. Die zahlreichen Beiträge aus dem Publikum zu diesem für die Emmy Noether-Geförderten hochaktuellen Thema lassen sich mit der Aussage einer Geförderten zusammenfassen: „Die Art, wie das Programm umgesetzt wird, macht alle in unserer derzeitigen Position besorgt. Die Stellen, die eigentlich zusätzlich geschaffen werden sollen, sind vielerorts nur vorgezogene Neuberufungen.“

So einigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abschluss des dreitägigen Treffens in Potsdam auf eine kurze gemeinsame Stellungnahme, in der sie ihrer Sorge über die Umsetzung des Tenure-Track-Programms Ausdruck verliehen und sich den Forderungen der Allianz anschlossen. Zuletzt überwog aber doch der Optimismus: Eine Teilnehmerin des Alumni-Workshops berichtete, dass die große Mehrheit der ehemals Geförderten eine unbefristete Professur innehabe. Dazu habe auch das durch die Emmy Noether-Förderung entgegengebrachte Vertrauen und das vermittelte Gefühl „Aus Dir wird etwas!“ beigetragen.


Zusatzinformationen

© 2010-2016 DFG Aktualisierungsdatum: 20.07.2017Sitemap  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Kontakt  |  RSS Feeds

Textvergrößerung und Kontrastanpassung