Prof. Dr. Nele Matz-Lück

Wem gehört das Meer? - Die Ozeane zwischen Ausbeutung und nachhaltiger Nutzung

Termin: 31. Januar 2017, 19:00 - 21:00 Uhr

Ort: Wissenschaftszentrum Bonn

Professor Dr. Nele Matz-Lück
Prof. Dr. Nele Matz-Lück
© Moritz Beck Filmproduktion

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Wer darf über die Schätze des Meeres verfügen? Sind es diejenigen, die zuerst da sind und die technischen Möglichkeiten haben? Oder diejenigen, die am besten fischen oder am tiefsten nach Öl bohren können? Und wer schützt die Meere gegen Verschmutzung und Überfischung?

Mit solchen Fragen beschäftigt sich das internationale Seerecht. Denn die Meere sind keineswegs ein rechtsfreier Raum. So gibt es auf See grundlegende Freiheiten, etwa die der Schifffahrt, aber auch Grenzen, wenn es darum geht, natürliche Lebensgrundlagen zu bewahren. Allerdings unterscheidet sich die Durchsetzung des Rechts teilweise erheblich von den Mechanismen, die man aus der staatlichen Verwaltung an Land kennt.

Trotz aller Regeln gibt es auch Konflikte: Beispielsweise streiten im Südchinesischen Meer mehrere Staaten um die Hoheitsrechte über Meeresgebiete, und diese Spannungen bedrohen wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen von Staaten weit über die Region hinaus. Auch der mit dem Klimawandel einhergehende Anstieg des Meeresspiegels wirft neue Fragen für Recht und Politik auf: Geht etwa der Verlust von Inseln auch mit dem Verlust der Herrschaft über Fischereigründe oder Erdgasfelder einher?

In ihrem Vortrag greift die Seerechtsexpertin Nele Matz-Lück aktuelle Themen und Herausforderungen des internationalen Seerechts auf und zeigt dabei, wie diese unmittelbar mit unserer Lebensweise zusammenhängen.

Professorin Nele Matz-Lück

ist Professorin für Seerecht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Ko-Direktorin des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht.

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