Prof. Dr. Bénédicte Savoy

Geraubte Kunst - Wem gehören Kulturgüter?

Termin: 15. Februar 2017, 19:00 - 21:00 Uhr

Ort: Bayerische Staatsbibliothek, München

Prof. Dr. Bénédicte Savoy
Prof. Dr. Bénédicte Savoy
© DFG / Ausserhofer

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Der Raub von Kult- und Kunstobjekten ist seit jeher Teil der Kulturgeschichte. Von der Antike bis in die Neuzeit gibt es zahlreiche Beispiele dafür, wie Kulturgüter durch gewaltsame Aneignung zur Beute wurden. So ließ Napoleon Tausende von Kunstwerken, Büchern und Archivalien verschleppen. Der Erste Weltkrieg war nicht zuletzt auch ein Kampf um Kunst und Kulturgüter. Und auch der umfassende Kulturgutraub im und nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Kunstgeografie in Europa verändert.

Die zum Teil brutale, massive und im Nachhinein nicht rückgängig gemachte Aneignung von Kulturgütern fremder Völker führte jedoch auch zu eindrucksvollen kulturhistorischen Befruchtungen – und hat der Kunstgeschichte spannende Forschungsfragen gestellt: Wem gehört die Schönheit? Gibt es nationalen Kulturbesitz? Oder sind die Museen und die Länder, die von den massiven Verlagerungen von Kulturerbe profitierten, nicht die provisorischen Hüter eines gemeinsamen Erbes der Menschheit?

Diesen Fragen nähert sich die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy in ihrem Vortrag und greift auch die aktuelle Debatte zur Beutekunst auf.

Professorin Bénédicte Savoy

ist Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin

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