Technologien der vierten industriellen Revolution

Pascal Langlotz
Pascal Langlotz, TU Kaiserslautern
© P. Langlotz

„Die vierte industrielle Revolution ist heute in aller Munde. Als erste industrielle Revolution bezeichnet man die Einführung von Produktionsanlagen, die mit Wasser- und Dampfkraft betrieben wurden. Die Einführung von arbeitsteiliger Massenproduktion mithilfe von elektrischer Energie ist die zweite industrielle Revolution, die zum Ende des 19. Jahrhunderts eintrat. Das ermöglichte eine Massenproduktion mithilfe der elektrisch betriebenen Fließbandmontage. Die dritte industrielle Revolution gestaltete das Produktionsumfeld zum Ende des 20. Jahrhunderts weiter. Hierzu wurden erste Produktionsschritte automatisiert, sodass ein Roboter die Bearbeitung übernehmen konnte. Seit etwa 20 Jahren setzen immer mehr deutsche Industrieunternehmen auf ganzheitliche Produktionssysteme (GPS). Dabei geht es um ein prozessorientiertes Produktionssystem, bei dem die einzelnen und individuellen Teilsysteme der Produktion, wie Planung, Steuerung oder Ausführung, aufeinander abgestimmt sind.

Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 hat tief greifende technische und organisatorische Änderungen innerhalb von Produktionssystemen zur Folge – zum Beispiel dezentrale und autonome Steuerungen für die Produktion. Hierzu wurden vermehrt technische Aspekte betrachtet, während organisatorische Aspekte zunächst kaum erforscht wurden. Untersuchungen, wie sich Industrie 4.0 auf etablierte Konzepte in der Produktion, wie GPS, auswirken, sind ebenfalls nicht Gegenstand aktueller Forschung“, so der Forscher Pascal Langlotz.

Zu diesem Zweck verfolgt das Projekt „Ganzheitliche Produktionssystem für Industrie 4.0 – smartGPS“ das übergeordnete Ziel, die gegenseitigen Auswirkungen des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 und des Konzepts der GPS in einem ersten Schritt zu untersuchen. Weiterhin sollen diese Ansätze zu einem smartGPS zusammengeführt werden. Dadurch lassen sich organisatorische Aspekte eines GPS mit den Informations- und Kommunikationstechnologien der Industrie 4.0 in Einklang bringen. Das Projekt widmet sich Methoden zur Gestaltung von smartGPS, indem es die ursächlichen und zeitlichen Zusammenhänge zwischen smartGPS-Methoden und -Werkzeugen identifiziert und beschreibt. Das Ziel ist ein Bewertungskonzept mit vielen Kriterien, das die Auswahl der Methoden unterstützt. Dies soll die Gestaltung eines smartGPS ermöglichen.


Steckbrief

Projekttitel: Ganzheitliche Produktionssysteme für Industrie 4.0 – smartGPS
Standort: Technische Universität Kaiserslautern
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Jan C. Aurich
DFG-Förderung: Einzelförderung/Sachbeihilfe
Förderung: seit 2016

Zusatzinformationen

© 2010-2019 DFG Letzte Aktualisierung: 20.03.2018 Sitemap   |  Impressum  |  Datenschutzhinweise  |  Kontakt  |  Service

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