Familienfreundliche Firmen und Karrieren

Das Team

© D. Grunow

„Der Einfluss familienfreundlicher Maßnahmen in Betrieben auf das Arbeitsmarktverhalten von Müttern und Vätern – eine empirische Analyse mit verknüpften Betriebs- und Personendaten“ – so lautet der Titel eines gemeinsamen Projekts des Forschungsdatenzentrums der Bundesagentur für Arbeit im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Instituts für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das Team um Prof. Dr. Daniela Grunow (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Dr. Joerg Heining (IAB) erforscht, welche familienfreundlichen Maßnahmen Betriebe für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiver machen und ob sie Jobentscheidungen beeinflussen.

„Familienfreundliche Maßnahmen sind nicht nur ein zentrales Thema in der Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, sondern mittlerweile fester Bestandteil in der betrieblichen Personalpolitik. Während die familienpolitischen Maßnahmen bereits evaluiert wurden, besteht eine Forschungslücke bei den betrieblichen Maßnahmen“, so Daniela Grunow. Daher untersucht das Team, warum und unter welchen Bedingungen Unternehmen familienfreundliche Maßnahmen einführen. Dazu gehört auch zu schauen, ob und wie sich die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung des Themas im Verhalten der Betriebe niederschlägt. Außerdem geht es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern darum, wie sich familienfreundliche Angebote von Unternehmen auf das Arbeitsmarktverhalten der Belegschaft auswirken. Insbesondere untersuchen sie, inwieweit sich das Verhalten von Müttern und Vätern in unterschiedlichen betrieblichen und regionalen Kontexten und unter verschiedenen familienpolitischen Rahmenbedingungen verändert hat.

Um die Forschungsfragen zu beantworten, verknüpft das Projekt Betriebs- mit Personendaten. Diese Daten stellt das IAB zur Verfügung. Solche verknüpften Datensätze („Linked-Employer-Employee-Daten“) erlauben Rückschlüsse darauf, wie betrieblich angebotene Maßnahmen (beispielsweise Betriebskitas) und staatlich gesteuerte Rahmenbedingungen wie Elternzeit auf der einen Seite und auf der anderen Seite regionale Faktoren, etwa die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen in einer Region, und individuelle Präferenzen (beispielsweise für Orte) bei den Arbeitsmarktentscheidungen Einzelner miteinander in Wechselwirkung stehen.

Ein Ergebnis betrifft die Rückkehr von Frauen an den Arbeitsplatz, nachdem sie ein Kind bekommen haben. „Wir konnten einen positiven Einfluss auf die Rückkehrgeschwindigkeit an den ursprünglichen Arbeitsplatz identifizieren. Frauen kehren sogar noch schneller an ihren Arbeitsplatz zurück, wenn der Betrieb mehr als eine betriebliche familienfreundliche Maßnahme anbietet“, erklärt Dr. Corinna Frodermann.


Steckbrief

Projekttitel: Der Einfluss familienfreundlicher Maßnahmen in Betrieben auf das Arbeitsmarktverhalten von Müttern und Vätern – eine empirische Analyse mit verknüpften Betriebs- und Personendaten
Standort: Goethe-Universität Frankfurt am Main und Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA)
Projektleitung: Prof. Dr. Daniela Grunow und Dr. Joerg Heining
DFG-Förderung: Einzelförderung/Sachbeihilfe
Förderung: seit 2016

Zusatzinformationen

© 2010-2019 DFG Letzte Aktualisierung: 23.05.2018 Sitemap   |  Impressum  |  Datenschutzhinweise  |  Kontakt  |  Service

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