Arbeit und Familie

Susan Garthus-Niegel, PhD, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Susan Garthus-Niegel, PhD, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
© S. Garthus-Niegel

Die DResdner Studie zu Elternschaft, Arbeit und Mentaler Gesundheit (DREAM) richtet sich an werdende Eltern. Die Geburt eines Kindes bewegt Frauen und Männer wie kaum ein anderes Ereignis. Sie weckt Träume und Hoffnungen, aber auch Sorgen und Ängste. Unendlich viele Fragen tauchen auf: Wie wird sich der Alltag mit Kind gestalten? Wie wirkt sich die Geburt auf unsere Partnerschaft aus? Können wir Kind und Beruf miteinander vereinbaren – und wenn ja, wie?

Susan Garthus-Niegel, Ph.D. berichtet: „Diese Fragen interessieren uns auch im Rahmen der Forschung. Bisher wissen wir tatsächlich noch relativ wenig darüber, wie genau Paare und Familien diese besondere Lebenssituation gestalten und wie diese sich auf die Gesundheit der Eltern und des Kindes auswirkt.

Viele deutsche Mütter entscheiden sich dagegen, nach Ende der Elternzeit wieder arbeiten zu gehen. Studien aus den USA und dem europäischen Ausland deuten jedoch darauf hin, dass Erwerbstätigkeit positiv mit der Gesundheit zusammenhängt. Noch ist aber unklar, inwiefern diese ersten Studienergebnisse auch auf Deutschland übertragbar sind. Zudem wurden bisher zu selten die gesamte Familie und die Arbeitsbedingungen selbst in entsprechende Untersuchungen einbezogen.

Projektmitarbeiterinnen bei der Arbeit
Projektmitarbeiterinnen bei der Arbeit
© S. Garthus-Niegel

Im Rahmen unserer Studie wollen wir daher die Beziehung zwischen Schwangerschaft, Elternschaft, Beruf und Gesundheit – bezogen auf die gesamte Familie – betrachten und mögliche Zusammenhänge ermitteln. Ziel ist es, den Einfluss elterlicher Rollenverteilungen, der Erwerbstätigkeit und der Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit der Eltern und des Kindes zu untersuchen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren finden zu diesem Zweck vier Fragebogenerhebungen statt – einmal während der Schwangerschaft und dreimal nach der Geburt. Die Studienteilnahme ist natürlich vollkommen freiwillig.

Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, ist es besonders wichtig, dass möglichst viele Eltern an unserer Studie teilnehmen. Nur so können wir ermitteln, wie Familien in dem Spannungsfeld wichtiger, aber oft schwer miteinander zu vereinbarender Aufgaben zukünftig besser unterstützt werden können.“


Steckbrief

Projekttitel: DResdner Studie zu Elternschaft, Arbeit und Mentaler Gesundheit (DREAM)
Standort: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden
Projektleitung: Susan Garthus-Niegel, Ph.D.
DFG-Förderung: Einzelförderung/Sachbeihilfe
Förderung: seit 2017

Zusatzinformationen

© 2010-2019 DFG Letzte Aktualisierung: 14.03.2018 Sitemap   |  Impressum  |  Datenschutzhinweise  |  Kontakt  |  Service

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