MS Wissenschaft 2018

Die MS Wissenschaft in Berlin

© WiD / Ilja Hendel

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Ab dem 15. Mai 2018 tourt die MS Wissenschaft bis zum 9. Oktober als schwimmendes Science Center über Deutschlands Binnengewässer. Eine interaktive Ausstellung im Bauch eines Frachtschiffes zeigt Exponate zum Thema des Wissenschaftsjahrs 2018 „Arbeitswelten der Zukunft“. Zwei DFG-geförderte Forschungsprojekte sind mit eigenen Ausstellungsstücke beteiligt.

Warum es hilft, zu vergessen


© WiD / Ilja Hendel

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, sagt ein Sprichwort. Auch bei der Arbeit ist man an bestimmte Abläufe gewöhnt und es fällt schwer, etwas zu ändern. Das gilt für fast jede berufliche Tätigkeit. In einer Zeit, in der jedoch globale Marktbedingungen und individuelle Kundenwünsche eine schnelle und flexible Anpassung an neue Prozesse und Technologien erfordern, gewinnt der Prozess des Vergessens eine neue Bedeutung.

Der Lehrstuhl Wirtschaftspsychologie der Ruhr-Universität Bochum erforscht gemeinsam mit Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatikern willentliches Vergessen in Organisationen. Es geht darum, wie einzelne Menschen und Organisationen als Ganzes absichtlich und effizient alte Gewohnheiten und Prozesse durch neue ersetzen können.

Auf dem Schiff können Besucherinnen und Besucher testen, wie schnell sie erlernte Abläufe wieder vergessen können und wie offen sie sind, Neues zu erlernen. Ein Computerspiel simuliert die Produktion von Pfefferminzbonbons - wenn man die richtige Tastenkombination eingibt. Danach sollen Karamellbonbons produziert werden, die eine andere Reihenfolge der Tasten erfordern. Wie schwer ist es, die gerade erst erfolgreich gelernte Pfefferminzkombination zu vergessen und sich auf die Karamellreihenfolge einzulassen?

Zukunftsbilder aus der digital-realen Arbeitswelt

Zukunftsbilder

© WiD / Ilja Hendel

Tablets, Smartphones, VR-Brillen – viele neue digitale Anwendungen können die Arbeitswelten der Zukunft bereichern und die Qualität der Arbeit verbessern. Dafür müssen sie an die Bedürfnisse der Menschen angepasst sein.

Ein Verbundprojekt mit 20 Forschungsgruppen an den Universitäten Stuttgart, Konstanz und Ulm sowie dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen erforscht Methoden des Visual Computing. Die Forscherinnen und Forscher experimentieren mit neuen Techniken und suchen nach der optimalen Gestaltung der Anwendungen, damit Menschen gut damit arbeiten können. Dabei spielen die computergesteuerte Erzeugung und Verarbeitung von Bildern eine große Rolle, denn diese Technologien werden in Zukunft in weit mehr Berufen zum Einsatz kommen, als man denkt. 

An Bord der MS Wissenschaft können Besucherinnen und Besucher auf einem Touch-Tisch anhand eines Memory-Spiels mehr darüber erfahren, wie Menschen in Zukunft digitale Technologien als Arbeitswerkzeuge in der „realen Welt“ nutzen.


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