"...sie für jeden Menschen auf der Welt erschwinglich bleibt oder wird."
Diskussionsabend zum Tag der Energie: "Mit Energie in die Zukunft – Was treibt die Welt von morgen an?"
© DFG/Fotograf Volker Lannert
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Die DFG stellte am bundesweiten „Tag der Energie“ die Energieforschung in den Mittelpunkt eines Gesprächsabends Das Erdöl geht zur Neige, das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl schädigt das Klima, und weltweit verbrauchen immer mehr Menschen immer mehr Energie. Längst wissen wir, dass wir in Sachen Energieversorgung umdenken müssen. Doch: Wir möchten weiter Auto fahren, in den Urlaub fliegen und den gewohnten Lebensstil beibehalten. Wie kann also ein Wandel gelingen? Ansätze gibt es viele: Bis 2020 sollen zum Beispiel auf deutschen Straßen mindestens eine Million Elektroautos fahren. Doch woher kommt künftig der Strom? Sind Windkraftwerke auf hoher See eine Lösung? Welche Chancen bieten erneuerbare Energien? Und wie kann Strom aus vielen Energiequellen transportiert und gespeichert werden? Die Energieforschung ist in Deutschland auf vielen Feldern spitze und arbeitet an Lösungen für die Zukunft. Aber technischer Fortschritt ist nicht alles. Wie findet eine neue, nachhaltige Energieversorgung in der Gesellschaft Akzeptanz? Ist eine Umstellung auf erneuerbare Energien überhaupt bezahlbar? Liegt die Lösung vielleicht im Verzicht? Und was kann jeder Einzelne zur Energiewende beitragen? Diese Fragen diskutieren am 25. September 2010 ab 19.00 Uhr in der Deutschen Welle in Bonn: Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der DFG Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieökonomin Dr. Josefin Meusinger, Nationale Plattform Elektromobilität Prof. Dr. Bernd Rech, Experte für erneuerbare Energien Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn, Umwelt- und Techniksoziologe Prof. Dr. Ferdi Schüth, Chemiker, DFG-Vizepräsident Prof. Dr. Martin Winter, Batterieforscher Die Gespräche moderieren Grit Kienzlen (DRadio Wissen) und Dr. Isabell Lisberg-Haag (TrioMedien).
Die Meinung der Gäste
Bei dem Gesprächsabend haben wir die Gäste gefragt, was Ihnen für die Zukunft der Energie wichtig ist. Hier einige der Antworten:
"...erneuerbare Energien effizient gespeichert werden können."
"... die Energieforschung in Deutschland durch ein nationales Energieforschungszentrum unterstützt wird. Denn noch fehlen uns wesentliche Werkzeuge, um eine nachhaltige Energiezukunft bis 2050 zu entwickeln."
"...ein funktionierendes, globales Regelwerk zur Steuerung der Energiemärkte, das zu Gunsten von Effizienz und Nachhaltigkeit geschaffen wird."
"...die Umwelt entlastet statt belastet wird. Dies bedeutet, dass man sich natürliche Prozesse zu Nutzen macht und vorhandene Energietransport-Systeme nutzt."
"...intelligente Stromnetze den sinnvollen Einsatz von erneuerbaren Energien zulassen."
"...es fairen Wettbewerb und transparente Märkte gibt. Das heißt, dass die Energiefrage weltpolitisch nicht zu Lasten der Entwicklungsländer entschieden werden darf (Stichwort:„Desertec“)."
"...wir schnell genug von fossilen Ressourcen wegkommen, um die Folgen des Klimawandels so gering wie möglich zu halten. Das erfordert auch, dass unsere Politiker dafür mehr Verantwortung übernehmen und sich gegen Lobbies und in internationalen Debatten durchsetzen."
"...man schon in Kindergärten und Schulen über einen sparsamen Umgang mit Energie spricht."
"...wir keine Entwicklungsländer ausbeuten, sondern stattdessen diesen helfen, nachhaltige Energie für alle Menschen nutzbar zu machen und dass jedem von uns seine Verantwortung klar wird und jeder heute anfängt, seine Verschwendungen zu erkennen und zu reduzieren."
"...die Laufzeiten für Kernspaltungswerke nicht weiter verlängert werden, aber dass man mehr Geld und Arbeit in die Kernfusionsforschung steckt."
"...wir lernen, Energie zu sparen."
"...die Forschung und Förderung der Solarenergie vorangetrieben wird."
"...unser Energieverbrauch nicht auf Kosten nachfolgender Generationen geht."
"...mehr Geld aus Atomstromgewinnen für die Entwicklung erneuerbarer Energien eingesetzt wird."
"...Rohstoffe und Materialien für die regenerativen Energien ökologisch gewonnen werden. Denn was hilft der ökologische Verbrauch, wenn Gewinnung, Zulieferung und Fertigung in umweltschädlicher Weise erfolgen."
"...die Störung oder Zerstörung von Flora und Fauna vermieden wird, z.B. im Offshore-Bereich."
"...Energie nicht von weit weg – z.B. aus Nordafrika – sondern vor Ort gewonnen und eingesetzt wird."
"...auch weiterhin kontrovers diskutiert wird und Entscheidungen gegebenefalls auch gegen Widerstände fallen.
"...die Kernenergie verschwindet und wir rechtzeitig das Klima schützen, so dass unsere Welt nicht zerstört wird."
"...Energienutzer kompetent beraten werden, wie sie Energie sparen können und welche Kosten und Einschränkungen damit verbunden sind."


