Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Schaltbahnen

Ab November 2012 in der DFG-Geschäftsstelle Bonn: Die Ausstellung "Schaltbahnen"
Ab November 2012 in der DFG-Geschäftsstelle Bonn: Die Ausstellung "Schaltbahnen"
© DFG

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Die Ausstellung „Schaltbahnen“ belebt eine bereits vor 25 Jahren begonnene künstlerische Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft neu. Deren Künstlerinnen und Künstler haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, in welchem Bezug Wissenschaft und Kunst zueinander stehen. Es entspricht der allgemeinen Meinung, dass der Wissenschaftler und der Künstler zwei Archetypen sind, deren Ausrichtung und Fragen diametral entgegengesetzt sind. Der Wissenschaftler sucht Lösungen mittels geordneter Methoden, die im jeweiligen Wissenschaftszweig etabliert wurden. Der Künstler findet seine Werke nach kreativen Prozessen, die keiner objektiven Regelhaftigkeit unterliegen.

Trotz dieses scheinbar kategorischen Gegensatzes darf nicht außer Acht gelassen werden, dass sich Kunst und Wissenschaft sehr wohl gegenseitig beeinflussen und durchdringen können. Die Kunstgeschichte ist voll von Beispielen, in denen wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn einzelne Künstler inspiriert oder gar neue Kunstepochen (z.B. den Impressionismus) begründet hat. Teilweise hat jedoch auch künstlerisches Schaffen Anstoß für neues wissenschaftliches Verständnis gegeben (z.B. Visualisierung der Doppelhelixstruktur der DNA durch die Künstlerin Odile Crick). Darüber hinaus ist eine grundlegende Gemeinsamkeit der vermeintlichen Antipoden darin zu erkennen, dass sowohl aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse als auch zeitgenössische künstlerische Ausdrucksformen ohne Vorkenntnisse bzw. Vorerfahrungen fast nicht dechiffrierbar sind. An dieser Stelle der „Verschaltung“ der beiden Disziplinen setzen die in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler an. Sie äußern sich in skulpturalen Werken differenziert und sensibilisierend zu den Perzeptionskategorien Form und Textur von Materialien, hinterfragen in Gemälden und Zeichnungen tradierte Muster von Perspektive und Zentralgeschehen und bedienen bzw. enttäuschen schließlich in räumlichen Installationen Erwartungshaltungen von Serialität und Rhythmik.

Dr. Harald von Kalm, Stellvertretender Generalsekretär der DFG
Dr. Harald von Kalm, Stellvertretender Generalsekretär der DFG, eröffnet die Ausstellung
© Marc Gärtner

In allen Fällen spielt der die Kunstwerke umgebende Raum eine bedeutsame Rolle. Wechselbezüglich eröffnen auch die Werke durch ihr „Eindringen“ in die Räume neue Perspektiven auf bereits bestehende räumliche Kontextualisierungen. Teil des Konzeptes ist es, dass der der schöpferische Prozess (insbesondere das „Steinsymposium“ in Norwegen) dokumentarisch festgehalten und nach wissenschaftlichen Maßstäben in einer Art „Fußnote“ zusammen mit den Exponaten zugänglich gemacht wird.

Die DFG und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft präsentieren "Schaltbahnen" vom 22. November 2012 bis zum 18. Januar 2013 in der Geschäftsstelle der DFG und im Wissenschaftszentrum in Bonn. Eine feierliche Eröffnungsveranstaltung am 22. November um 18 Uhr im Foyer des Wissenschaftszentrums Bonn bildet den Auftakt dazu.

Zusatzinformationen

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