Hans-Hendrik Grimmling

Argo

Eindringen in imaginäre Welten - Der Künstler als Entdecker

Argo - Eindringen in imaginäre Welten
Argo - Eindringen in imaginäre Welten
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In der griechischen Mythologie wollten die Argonauten jenseits der Welt der Sterblichen mit ihrem schnellen Schiff „Argo“ das „Goldene Vlies“ finden – das sagenumwobene goldene Fell des fliegenden Widders Chrysomeles. Als „Argonaut“ sieht sich auch der Berliner Maler Hans-Hendrik Grimmling (unser Bild), wenn er mit seinen Gemälden eindringt in imaginäre Welten. Das Ergebnis seiner „Reisen“ präsentierten die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Wissenschaftszentrum Bonn vom 10. August bis 15. September 2006 in ihren beiden Häusern in der Ausstellung ARGO. Der Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Dr. Andreas Schlüter, und der Generalsekretär der DFG, Dr. Reinhard Grunwald, konnten über 300 Gäste zur Vernissage begrüßen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem legendären Soloposaunisten Conny Bauer.

„Ich sehe zunächst einmal Schwarz“, bemerkte Reinhard Grunwald in seiner Ansprache – und meinte damit natürlich nicht die landläufig Pessimismus verheißende Floskel, vielmehr die in vielen Bildern Grimmlings mit kräftigem Strich aufgetragene Farbe, von der der Künstler sagt, es sei „das unendliche, nie ganz fassbare Dunkle, für das das Auge sehend werden sollte“. Ist Schwarz schön? Ist bunt schöner? Der amerikanische Schriftsteller Paul Auster hat dazu seine eigene Antwort: „Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden.“

„Kunst ist immer ein Wegfahren in eine Distanz zur Gegenwart“, sagt Grimmling, der seine Malerei als „imaginäres Bordbuch“ versteht. Dieses Bordbuch enthält eine Fülle kompositorischer Entdeckungen.

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