SCIENCE ON - Talk mit Cécile Schortmann

Künstliche Intelligenz: Wann übernehmen die Maschinen?

12. Juli 2017 | 19 Uhr | Bundeskunsthalle Bonn

Das voll besetzte Forum der Bundeskunsthalle
Das Forum der Bundeskunsthalle ist bis auf den letzten Platz besetzt
© Bundeskunsthalle / Jennifer Zumbusch
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Impressionen der Auftaktveranstaltung

Blick auf die Bühne mit dem Logo der Talkreihe
Am 12. Juli startete die Talkreihe "Science on" mit dem Thema "Künstliche Intelligenz" 
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TV-Moderatorin Cécile Schortmann begrüßt das Publikum
Die TV-Moderatorin Cécile Schortmann begrüßt das Publikum
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Ein Mann auf der Bühne macht Liegestütze
Dieser Mann trägt kein normales T-Shirt bei seinen Liegestützen - es hilft beim Trainieren
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Prof. Paul Lukowicz erklärt die Funktionsweise des Trainings-Shirts
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Christian Bauckhage
Christian Bauckhage ist Professor für Informatik an der Universität Bonn und Lead Scientist für Machine Learning am IAIS
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Ruth Hagengruber
Ruth Hagengruber ist Professorin für Philosophie an der Universität Paderborn
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Burkhardt Weiß im Publikum
TV-Moderator Burkhardt Weiß ließ auch das Publikum zu Wort kommen
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Katharina Anna Zweig
Katharina Anna Zweig ist Professorin für Graphentheorie und Analyse komplexer Netzwerke an der TU Kaiserslautern und Mitbegründerin der Initiative Algorithm Watch
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Paul Lukowicz
Paul Lukowicz ist Professor am Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern
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Das voll besetzte Forum der Bundeskunsthalle
Das Forum der Bundeskunsthalle ist bis auf den letzten Platz besetzt
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Blick ins Publikum
Das Publikum verfolgt gespannt die Diskussion
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Podium und Moderation
Podium und Moderation (v.l.): Katharina Anna Zweig, Christian Bauckhage, Cécile Schortmann, Paul Lukowicz, Ruth Hagengruber, Burkhardt Weiß
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Künstliche Intelligenz (KI) hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht, und sie ist uns nähergekommen. Sie bestimmt nicht nur die globalen Finanz- und Warenströme, sondern zunehmend auch unseren Alltag. Die Fortschritte in der Bild- und Spracherkennung sind atemberaubend. Selbst lernende Software wird unser Leben, unsere Arbeitswelt und unser Selbstbild kräftig durcheinanderbringen. Ein epochaler Wandel kündigt sich an, aber die Folgen kann noch niemand abschätzen.
Ist unsere Gesellschaft auf diese Veränderungen ausreichend vorbereitet? Haben wir bereits genug über Fragen der Verantwortung und Ethik im Zusammenhang mit autonom agierenden Maschinen nachgedacht? Selbst im Hightech-Mekka Silicon Valley hält man die Gefahren eines Missbrauchs der KI für sehr groß. Hilft die Technologie uns, die Herausforderungen der Zukunft leichter zu meistern oder droht uns eine „schöne neue Welt“ unter der Herrschaft einer unkontrollierbaren Superintelligenz?

Diesen Fragen geht die TV-Moderatorin Cécile Schortmann mit Gästen aus Wissenschaft und Kultur nach. Diskutieren Sie mit!

Die Gäste:

  • Christian Bauckhage | Professor für Informatik an der Universität Bonn und Lead Scientist für Machine Learning am IAIS
  • Ruth Hagengruber | Professorin für Philosophie, Universität Paderborn
  • Paul Lukowicz | Professor am Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern
  • Katharina Anna Zweig | Professorin für Graphentheorie und Analyse komplexer Netzwerke, TU Kaiserslautern, Mitbegründerin der Initiative Algorithm Watch

Bericht zur Auftaktveranstaltung von „Science On“

Wie weit ist der Weg von der Künstlichen Intelligenz (KI) zu künstlicher Intuition oder gar zu künstlichem Bewusstsein? Weit. Darüber waren sich die Podiumsgäste schnell einig. „Künstliche Intuition wäre zum jetzigen Zeitpunkt Zufall, ähnlich wie die Entdeckung des Penicillins“, so Christian Bauckhage, KI-Spezialist. Gleichzeitig neigen wir bereits heute dazu, Maschinen zu vermenschlichen, erklärte Katharina Anna Zweig, unter anderem Mitbegründerin der NGO AlgorithmWatch. So reden wir mit technischen Objekten in unserem Alltag, etwa mit unserem Computer, als seien sie Lebewesen.

Wie sollen wir also dem wachsenden Einfluss der Technik auf unseren Alltag begegnen? Die Podiumsgäste stimmten überein: Technologie muss aktiv mitgestaltet werden, und wer sich nicht mit dem Thema auseinandersetzt, verpasst eine Chance – und wird irgendwann vom unaufhaltbaren Fortschritt überrollt. „Bereits heute ist jeder kleine Rechner besser als wir – und wir wollen keine Technik, die schlechter ist als wir“, stellte die Philosophin Ruth Hagengruber fest. Ein praktisches Beispiel für den möglichen Einsatz von KI in unserem Alltag präsentierte das Team von Paul Lukowicz vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zum Einstieg in die Diskussion: Trainwear – intelligente Sportbekleidung, die den Trainer ersetzt, indem sie mit integrierten Sensoren dem Träger Anweisungen gibt und auf die korrekte Ausführung der Sportübungen achtet.

Chancen und Risiken der KI, das war das Thema der Auftaktveranstaltung der neuen Talkreihe „Science On“ der DFG und der Bundeskunsthalle. Rund 360 Gäste verfolgten die Diskussion zum Thema „Künstliche Intelligenz – Wann übernehmen die Maschinen?“, die von 3sat-Moderatorin Cécile Schortmann geleitet wurde. In sehr lebendiger Atmosphäre debattierte das Publikum – es waren viele Studierende anwesend – mit dem Podium: einerseits über mögliche weitere Verbesserungen unseres Lebens, zum Beispiel durch die Nutzung von KI im pflegerischen sowie im medizinischen Bereich. „KI ist in der medizinischen Diagnostik bereits heute besser als der Mensch,“ so Christian Bauckhage. Das Publikum sprach aber auch kritische Punkte an, wie beispielsweise die Gefahren durch Hackerangriffe und die Entstehung von Filterblasen durch den Einsatz von Algorithmen, die unsere Internetnutzung beeinflussen und unsere Weltsicht verändern. „Dritte haben ein Interesse daran, unser Vertrauen in das demokratische System zu unterhöhlen,“ warnte Katharina Anna Zweig in dem Zusammenhang. Für sie ist KI auch eine Glaubensfrage – wer an einen „göttlichen Funken“ im Mensch glaubt, weiß: Maschinen werden uns nie gleich werden können.

Trotz der genannten Risiken – unter dem Strich war das Podium optimistisch bezüglich des Nutzens der KI: KI wird den Menschen nicht ersetzen. „KI ist weder gut noch böse – es kommt ganz darauf an, wie wir sie einsetzen“, so Lukowicz.


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