Von Drittmittel-Druck, Antragsflut und sekundärer Währung

Aktuelle Entwicklungen und Zukunftsdiskussion im Wissenschaftssystem – und ihre Auswirkungen auf die DFG

Entwicklung der DFG-Antragsentscheidungen und -Förderquoten in der Einzelförderung (aus der Präsentation der Generalsekretärin)
Entwicklung der DFG-Antragsentscheidungen und -Förderquoten in der Einzelförderung (aus der Präsentation der Generalsekretärin)
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Die Diskussion um die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland ist in vollem Gange. Sie findet statt vor dem Hintergrund tief greifender Veränderungen, in deren Zentrum die Universitäten als Orte von Forschung und Lehre sowie deren Finanzierung stehen. Vor allem die Knappheit der Grundmittel erhöht den Druck zur Einwerbung von Drittmitteln und verschärft die Konkurrenz um Fördergelder. Das hat erhebliche Folgen für die DFG – sie wird faktisch immer weiter in die Rolle eines Grundfinanziers von Forschung gedrängt. Sichtbarster Ausdruck: Die Zahl der Förderanträge und die Höhe der beantragten Fördermittel, insbesondere in der Einzelförderung, steigen noch schneller als das Förderbudget – die Bewilligungsquoten sinken dementsprechend. Immer öfter müssen daher selbst wissenschaftlich sehr überzeugende Anträge abgelehnt werden.

Die DFG diskutiert diese Entwicklung seit geraumer Zeit, in ihren Gremien, mit der Wissenschaft, aber auch mit der Politik und der Öffentlichkeit, und versucht gegenzusteuern. Drittmittel-Druck und Antragsflut waren auch die beherrschenden Themen einer Tagung der Sprecherinnen und Sprecher der DFG-Fachkollegien, die im Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren unmittelbar damit konfrontiert werden.

Dieses Dossier dokumentiert mit Berichten und Materialien von der Fachkollegien-Sprechertagung sowie weiteren Materialien die Entwicklung in der Forschungsfinanzierung und ihre Auswirkungen auf die Forschungsförderung und die DFG.

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© 2010-2016 DFG Aktualisierungsdatum: 02.02.2016Sitemap  |  Impressum  |  Kontakt  |  RSS Feeds

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