Mexiko-Tag in Karlsruhe zeigt paläontologische Forschungen

Mexikanische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kooperieren seit mehr als 15 Jahren im universitären und musealen Kontext

„Wie selbstverständlich arbeiten Forscherinnen und Forscher aus Mexiko und Deutschland heute in Museen und Instituten zusammen.“ DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek (Bildmitte) während des „Mexiko-Tages“ in Karlsruhe
„Wie selbstverständlich arbeiten Forscherinnen und Forscher aus Mexiko und Deutschland heute in Museen und Instituten zusammen.“ DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek (Bildmitte) während des „Mexiko-Tages“ in Karlsruhe
© Volker Griener / SMNK

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Die langjährige Deutsch-Mexikanische Zusammenarbeit in den Forschungsbereichen Paläontologie, Geologie und Geoarchäologie würdigte am 9. November 2016 ein „Mexikotag“ im Naturkundemuseum Karlsruhe. Über hundert interessierte Besucherinnen und Besucher konnten die Ergebnisse langjähriger Forschung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus beiden Ländern bestaunen – neben Vorträgen über das große paläontologische Potenzial Mexikos gab es eine kleine Tagesaustellung über die Arbeit eines deutsch-mexikanischen Forschungsteams. Die seit über 15 Jahren geförderten Arbeiten zeigen die Bedeutung Mexikos als geohistorischer Entwicklungskorridor auf, der seit Millionen von Jahren bis in die heutige Zeit Meere und Kontinente miteinander verbindet.

Das duale Jahr Deutschland-Mexiko bildete den Rahmen für die Veranstaltung, bei der auch DFG-geförderte Forschungen gezeigt wurden. „Mexiko und Deutschland sind einander seit vielen Jahren nicht nur in Gesellschaft, Politik und Kultur eng verbunden, sondern immer stärker auch in Wissenschaft und Forschung“, sagte DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek in ihrem Grußwort. „Wie selbstverständlich arbeiten Forscherinnen und Forscher aus Mexiko und Deutschland heute in Museen und Instituten zusammen und begegnen sich als Gleiche, die durch die Wissenschaft einander verbunden sind.“ Der Ausbau der mexikanisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen sei nie so wichtig gewesen wie heutzutage. Denn: „Wissenschaft bearbeitet zunehmend globale Fragestellungen, ist auf den Fluss von Daten und den Zugang zu Forschungsobjekten über Grenzen hinweg angewiesen und hat es in immer mehr Bereichen mit Infrastruktur­­kosten zu tun, die kein nationales Wissenschafts­system mehr alleine aufbringen kann“, so Dzwonnek.

Professor Dr. Norbert Lenz, Direktor des Naturkundemuseums (SMNK) hatte den Mexiko-Tag am Vormittag eröffnet. Zu den Gästen zählten die Ministerialdirigentin im Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg, Dr. Claudia Rose, der Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Klaus Stapf, und der Leiter des Verwaltungsrates des Museo del Desierto (MUDE) im mexikanischen Saltillo, Luis Gómez Sánchez. Auch der Generalkonsul Mexikos in Frankfurt am Main, Horacio Aarón Saavedra Archundia, war vor Ort – er betonte in seinem Grußwort ebenfalls die Wichtigkeit internationaler Kooperationen. Die Zusammenarbeit in Paläontologie und Geoarchäologie zwischen Forschungsmuseen und Universitäten beider Länder sei dabei besonders hervorzuheben.

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