Neue Blicke auf und für Europa

Deutsch-italienischer Austausch in Rom: Symposium von DFG und Villa Vigoni zur EU und europäischen Wissenschaftsgemeinschaft

Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni),
Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni), DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek
© DFG/Brugnoletti

Impressionen des internationalen Symposiums

Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni),
Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni), DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek
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Den Rahmen für die Gespräche gab das Palazzo Cardinal Cesi in Rom
Den Rahmen für die Gespräche gab das Palazzo Cardinal Cesi in Rom
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Das Symposium…
Das Symposium…
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… gab Anlass für die verschiedensten Gespräche
… gab Anlass für die verschiedensten Gespräche
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Zum Beispiel beim Empfang: Botschafterin Susanne Wasum-Rainer im Gespräch mit Dorothee Dzwonnek und Frank Cornelißen
Zum Beispiel beim Empfang: Botschafterin Susanne Wasum-Rainer im Gespräch mit Dorothee Dzwonnek und Frank Cornelißen
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Neue Blicke auf und für Europa in den Hauptvorträgen des zweiten Tages: Corinna Unger für die Geschichtswissenschaften…
Neue Blicke auf und für Europa in den Hauptvorträgen des zweiten Tages: Corinna Unger für die Geschichtswissenschaften…
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… Angelika Nussberger für die Rechtswissenschaften…
… Angelika Nussberger für die Rechtswissenschaften …
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… und Simona Piattoni für die Politikwissenschaft.
… und Simona Piattoni für die Politikwissenschaft.
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Gespräche unter Römischer Mittagssonne: Annette Schavan und Peter Funke…
Gespräche unter Römischer Mittagssonne: Annette Schavan und Peter Funke …
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…Giuliano Amato und Michael H. Gerdts.
… Giuliano Amato und Michael H. Gerdts.
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Auch die Abende gaben weitere Gelegenheiten zum Austausch in römischer Atmosphäre
Auch die Abende gaben weitere Gelegenheiten zum Austausch in römischer Atmosphäre
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Abschlussdiskussion mit v.l.n.r. Peter Strohschneider, Tanja Börzel, Moderator Tilman Kleinjung, Giuliano Amato und Annette Schavan
Abschlussdiskussion mit v.l.n.r. Peter Strohschneider, Tanja Börzel, Moderator Tilman Kleinjung, Giuliano Amato und Annette Schavan
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Der Petersdom prägte die Eindrücke des Symposiums
Der Petersdom prägte die Eindrücke des Symposiums
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In diesem Punkt waren sich alle einig, ob nun die aktuelle Botschafterin oder der frühere Botschafter, die Abgesandte des Forschungsministeriums oder schließlich die Beteiligten selbst, so verschieden ihre Herkünfte und Verortungen auch waren. Der Zeitpunkt war bestens gewählt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem deutsch-italienischen Kultur- und Wissenschaftszentrum Villa Vigoni, um mit einem binationalen Symposium zur „Europäischen Union und den Herausforderungen und Chancen einer europäischen Wissenschaftsgemeinschaft“ Mitte Juli für zwei Tage in die flirrend heiße italienische Hauptstadt zu kommen. Und das, obwohl der eigentliche Anlass, das Jubiläum der Unterzeichnung der „Römischen Verträge“ als Gründungsdokument der späteren EU vor 60 Jahren, schon von Ende März datierte.

Die fast täglichen politischen Zuspitzungen in der Türkei, in Ungarn und Polen – mitten in die Konferenz platzte die Nachricht von der Quasi-Abschaffung der freien Justiz und Gewaltenteilung in Polen – haben Europa und die EU noch einmal auf eine andere Weise ins Zentrum der Aufmerksamkeit gebracht, als es der Brexit vor Jahresfrist allein getan hatte. Ob sie nun aber Anlass zu noch größerer Sorge sein sollten oder gerade umgekehrt zum Ausgangspunkt zunächst einer Rückbesinnung und dann Vorwärtsbewegung werden könnten – dazu und dazwischen waren dann viele Stimmen und Nuancen zu hören in den Vorträgen und Podiumsdiskussionen und nicht zuletzt in den vielen Gesprächen am Rande des Treffens, das unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft Rom stattfand.

Welche Rolle Wissenschaft und Forschung in diesem Krisenszenario für die europäische Integration spielen können, war so etwas wie die übergeordnete Frage an beiden Tagen, nicht immer und laut gestellt, aber doch erkennbar durchgehend mitgedacht. Die Wissenschaft am Ende gar als Motor der europäischen Entwicklung? Ein klares „Ja“ darauf gab es dann doch nicht, was allerdings auch schnell den nur schmalen Grat zwischen Selbstbewusstsein und Selbstüberschätzung berührt hätte. Wohl aber wurde deutlich: In bestimmter Weise können gerade Wissenschaft und Forschung die europäische Integration durchaus befördern und mehr noch die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger in Europa mit Europa und dem Projekt Europa – mit neuen Blicken und Fragen nämlich, die an die Stelle sattsam bekannter Betrachtungen und Antworten treten.

Das Symposium…
Das Symposium…
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Impressionen des internationalen Symposiums

Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni),
Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni), DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek
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Den Rahmen für die Gespräche gab das Palazzo Cardinal Cesi in Rom
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… gab Anlass für die verschiedensten Gespräche
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Zum Beispiel beim Empfang: Botschafterin Susanne Wasum-Rainer im Gespräch mit Dorothee Dzwonnek und Frank Cornelißen
Zum Beispiel beim Empfang: Botschafterin Susanne Wasum-Rainer im Gespräch mit Dorothee Dzwonnek und Frank Cornelißen
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Neue Blicke auf und für Europa in den Hauptvorträgen des zweiten Tages: Corinna Unger für die Geschichtswissenschaften…
Neue Blicke auf und für Europa in den Hauptvorträgen des zweiten Tages: Corinna Unger für die Geschichtswissenschaften…
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… Angelika Nussberger für die Rechtswissenschaften…
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… und Simona Piattoni für die Politikwissenschaft.
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Gespräche unter Römischer Mittagssonne: Annette Schavan und Peter Funke…
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…Giuliano Amato und Michael H. Gerdts.
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Auch die Abende gaben weitere Gelegenheiten zum Austausch in römischer Atmosphäre
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Abschlussdiskussion mit v.l.n.r. Peter Strohschneider, Tanja Börzel, Moderator Tilman Kleinjung, Giuliano Amato und Annette Schavan
Abschlussdiskussion mit v.l.n.r. Peter Strohschneider, Tanja Börzel, Moderator Tilman Kleinjung, Giuliano Amato und Annette Schavan
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Der Petersdom prägte die Eindrücke des Symposiums
Der Petersdom prägte die Eindrücke des Symposiums
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Wie das aussehen könnte, zeigte, wieder fein nuanciert, schon das Podiumsgespräch am ersten Abend in der Residenz der Deutschen Botschafterin, zu dem Hausherrin Dr. Susanne Wasum-Rainer und DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek rund 200 Gäste aus der Wissenschaft und aus dem kulturellen, gesellschaftlichen und diplomatischen Leben beider Staaten begrüßen konnten. Ortwin Dally, Leitender Direktor der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Tanja Michalsky, Leitende Direktorin der Bibliotheca Hertziana, Salvatore Settis, der frühere Leiter der Scuola Normale Superiore Pisa und des Getty Centre for History of Art and the Humanities in Los Angeles, und Christopher Smith, Direktor der British School of Rome, – es war nicht nur in den Worten der Botschafterin eine beeindruckend „gelehrte“ Runde, die da unter der Gesprächsleitung des Münsteraner Althistorikers und früheren DFG-Vizepräsidenten Peter Funke zusammensaß. Der deutsche Teil des Podiums hatte, ebenso wie einige der Zuhörerinnen und Zuhörer, schon am Nachmittag an einem Fachgespräch über deutsch-italienische Wissenschaftskooperationen sowie nationale und europäische Forschungsförderung im DAI teilgenommen. Nun, in der Villa Almone, unweit von Via Appia antica und Caracalla-Thermen, ging es um „Athen, Rom und Jerusalem“ und damit um all das, was oftmals wie selbstverständlich als „Europas antike Wurzeln“ gilt.

Bei näherer Betrachtung aber trägt diese Annahme dann eher nicht, wie die Runde befand, schließlich habe es in der Antike allenfalls eine sich langsam entwickelnde geografische Vorstellung von einem Europa gegeben, nicht aber eine politische. Ganz anders sehe es dagegen aus, wenn man nach „antiken Wurzeln für Europa“ und nach einer spezifisch europäischen Gedächtniskultur in der Antike frage.

Gleich drei Beispiele für neue Blickwinkel und Erkenntnismöglichkeiten der Wissenschaft auf und für Europa dann am Folgetag im ersten Teil des eigentlichen Symposiums. Corinna Unger, Professorin für Globale und Koloniale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts am Europäischen Hochschulinstitut Florenz, schrieb ihrem eigenen Fach ins Aufgabenheft, bei der Erforschung des europäischen Integrationsprozesses die bisherige konzeptionelle Engführung auf die Ebene der „hohen Politik“ und der „großen Gründerväter“ zu überwinden und etwa den Beitrag zivilgesellschaftlicher Gruppen und Organisationen an der Entstehung und Entwicklung des „Projekts Europa“ stärker in den Blick zu nehmen, was auch Wissenschaft und Forschung selbst als Akteure einschlösse. So könne die Geschichtswissenschaft dazu beitragen, die Gründe für den zeitweiligen Erfolg der europäischen Integrationspolitik, aber auch die nun wachsende Kritik an ihr besser zu verstehen.

… gab Anlass für die verschiedensten Gespräche
… gab Anlass für die verschiedensten Gespräche
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Impressionen des internationalen Symposiums

Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni),
Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni), DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek
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Den Rahmen für die Gespräche gab das Palazzo Cardinal Cesi in Rom
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Das Symposium…
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… gab Anlass für die verschiedensten Gespräche
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Zum Beispiel beim Empfang: Botschafterin Susanne Wasum-Rainer im Gespräch mit Dorothee Dzwonnek und Frank Cornelißen
Zum Beispiel beim Empfang: Botschafterin Susanne Wasum-Rainer im Gespräch mit Dorothee Dzwonnek und Frank Cornelißen
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Neue Blicke auf und für Europa in den Hauptvorträgen des zweiten Tages: Corinna Unger für die Geschichtswissenschaften…
Neue Blicke auf und für Europa in den Hauptvorträgen des zweiten Tages: Corinna Unger für die Geschichtswissenschaften…
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… Angelika Nussberger für die Rechtswissenschaften…
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… und Simona Piattoni für die Politikwissenschaft.
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Gespräche unter Römischer Mittagssonne: Annette Schavan und Peter Funke…
Gespräche unter Römischer Mittagssonne: Annette Schavan und Peter Funke …
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…Giuliano Amato und Michael H. Gerdts.
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Auch die Abende gaben weitere Gelegenheiten zum Austausch in römischer Atmosphäre
Auch die Abende gaben weitere Gelegenheiten zum Austausch in römischer Atmosphäre
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Abschlussdiskussion mit v.l.n.r. Peter Strohschneider, Tanja Börzel, Moderator Tilman Kleinjung, Giuliano Amato und Annette Schavan
Abschlussdiskussion mit v.l.n.r. Peter Strohschneider, Tanja Börzel, Moderator Tilman Kleinjung, Giuliano Amato und Annette Schavan
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Der Petersdom prägte die Eindrücke des Symposiums
Der Petersdom prägte die Eindrücke des Symposiums
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Angelika Nussberger, die Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg, zeigte in ihrem Vortrag, dass und wie in den Rechtswissenschaften und von diesen ausgehend auch in Politik und Gesellschaft angesichts der fortschreitenden Erweiterung der EU und der aktuellen Krisenphänomene auch über scheinbar allgemein gültige Prinzipien neu und differenziert gesprochen werden muss: „Rechtsstaat ja, aber welcher? Demokratie ja, aber welche? Menschenrechte ja, aber welche?“

Und Simona Piattoni, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Trient, leitete aus dem nicht erst in diesen Tagen offenkundigen Defizit der EU an einer wirklichen demokratischen Legitimation und aus der physischen und psychologischen Distanz der europäischen Institutionen von den europäischen Bürgern für die Politikwissenschaft die Aufgabe ab, neue und verbindende transnationale Mechanismen etwa für politische Entscheidungsfindungen zu entwickeln.

Ob es über all dieses hinaus sogar so etwas wie eine „vernetzte europäische Wissenschaftsgemeinschaft“ geben und ob diese wiederum zu einem „Pfeiler einer pluralistischen Europäischen Union“ werden könne – das war dann das Thema der abschließenden Podiumsdiskussion. Vorweggenommenes Fazit: So weit sind wir dann doch (noch) nicht. Immerhin: Optimismus, wenn auch vorsichtiger, zeigte sich auch in dieser Runde, die vom früheren ARD-Hörfunkkorrespondenten in Rom, Tilman Kleinjung (Bayerischer Rundfunk), moderiert wurde.

Auch die Abende gaben weitere Gelegenheiten zum Austausch in römischer Atmosphäre
Auch die Abende gaben weitere Gelegenheiten zum Austausch in römischer Atmosphäre
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Gruppenbild nach Ende des Symposiums: v.l.n.r DFG-Präsident Peter Strohschneider, Gisela Cramer von Clausbruch (BMBF), Botschafter a.D. Michael H. Gerdts, Botschafter a.D. Michele Valensise und Generalsekretärin Immacolata Amodeo (alle Villa Vigoni),
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Den Rahmen für die Gespräche gab das Palazzo Cardinal Cesi in Rom
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… gab Anlass für die verschiedensten Gespräche
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Zum Beispiel beim Empfang: Botschafterin Susanne Wasum-Rainer im Gespräch mit Dorothee Dzwonnek und Frank Cornelißen
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Neue Blicke auf und für Europa in den Hauptvorträgen des zweiten Tages: Corinna Unger für die Geschichtswissenschaften…
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… Angelika Nussberger für die Rechtswissenschaften…
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… und Simona Piattoni für die Politikwissenschaft.
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Gespräche unter Römischer Mittagssonne: Annette Schavan und Peter Funke…
Gespräche unter Römischer Mittagssonne: Annette Schavan und Peter Funke …
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…Giuliano Amato und Michael H. Gerdts.
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Abschlussdiskussion mit v.l.n.r. Peter Strohschneider, Tanja Börzel, Moderator Tilman Kleinjung, Giuliano Amato und Annette Schavan
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Der Petersdom prägte die Eindrücke des Symposiums
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Giuliano Amato, früher mehrfach italienischer Ministerpräsident, heute Richter am Italienischen Verfassungsgerichtshof und seit einem halben Jahrhundert in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft für Europa engagiert, beschwor die Kraft der Wissenschaft in Europa; keine Krise könne so stark sein, um diese zu zerstören. „Wissenschaft kann dahin gehen, wo kein Politiker hinkommt“, konstatierte auch die ehemalige Bundesforschungsministerin und heutige deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, um sogleich hinzuzufügen: „Sie darf sich dabei aber nicht auf ihrem großartigen kulturellen Erbe ausruhen. Statt Neugier leisten wir uns in der europäischen Wissenschaft manchmal eben auch ein Gefühl der Überlegenheit.“ Tanja Börzel, Direktorin des Center for European Integration an der Freien Universität Berlin, brachte die Alternativen auf den Punkt – zwischen einer Wissenschaft, „die für die eine große europäische Erzählung sorgt“, und einer, „die auf den vielen kleinen europäischen Baustellen zugange ist“; anzunehmen ist freilich, dass Wahrheit und Wirklichkeit wie so oft dazwischen liegen. Wie viel eine „pluralistische“ Wissenschaft tatsächlich für ein pluralistisches Europa leisten könne, wie sehr aber auch gerade dieser Pluralismus der Wissenschaften gerade jetzt nicht nur verteidigt, sondern nachgerade wieder bereits erkämpft werden muss, unterstrich mit Nachdruck DFG-Präsident Peter Strohschneider.

Am Ende war es dann wieder Giuliano Amato, der mit der ganzen Erfahrung und mit dem Witz und der Weisheit eines leidenschaftlichen Europäers all dies mit noch einer ganz anderen Vision verband: Europa und die europäische Gemeinschaft – das müsse auch und nicht zuletzt eine „Gemeinschaft des Lächelns“ sein.

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