Fünfte deutsch-afrikanische Konferenz zu Infektionskrankheiten in Würzburg

Afrikanische und deutsche Infektiologinnen und Infektiologen in Würzburg
Afrikanische und deutsche Infektiologinnen und Infektiologen in Würzburg
© DFG

Was kann Forschung dazu beitragen, Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier besser zu bekämpfen? Mehr als hundert Wissenschaftler aus 19 Ländern kamen auf Einladung der DFG-Afrika-Initiative vom 10. bis zum 13. Juni 2015 am Biozentrum der Universität Würzburg zusammen, um einander DFG-geförderte Forschungskooperationen vorzustellen, sich über die Landesgrenzen hinweg zu vernetzen und gemeinsam über Chancen und Herausforderungen der Infektiologie zu diskutieren. Die Follow-Up Konferenz war bereits das fünfte Netzwerktreffen nach Berlin (2010), Accra (Ghana; 2011), Bad Honnef (2012) und Dar es Salaam (Tansania; 2014).

Dr. Andreas Strecker von der DFG, Professor Dr. Dr. Alfred Forchel, Rektor der Universität Würzburg, und Würzburgs Bürgermeister Dr. Adolf Bauer begrüßten 40 Wissenschaftler aus Deutschland und 67 aus 18 Staaten Afrikas. Dabei hoben sie hervor, welche Rolle die infektiologische Forschung für weltweite gesundheitspolitische Fragen – aktuell mehr denn je – spielt.

Gemeinsam gegen Infektionskrankheiten
Gemeinsam gegen Infektionskrankheiten
© DFG

Gemeinsames Thema aller Projekte ist die Erforschung vernachlässigter Infektionskrankheiten, die in deutsch-afrikanischen Konsortien bearbeitet werden. Es handelt sich dabei um Erkrankungen, die in den Tropen weit verbreitet sind, bisher aber nicht in dem notwendigen Ausmaß untersucht oder bekämpft werden. Die vernachlässigten Tropenerkrankungen waren einige Tage zuvor sogar beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau als eine der zentralen Forschungsprioritäten definiert worden.

Hauptziele der Würzburger Konferenz waren wie bei den Vorgängerkonferenzen der Erfahrungsaustausch, die Vernetzung insbesondere der Forschenden aus Afrika, aber auch die Fortschritte beziehungsweise Hindernisse der geförderten Projekte darzustellen. Zudem stellten Professor Dr. Jürgen May vom „Deutschen Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs)“ und Dr. Richard Phillips vom Verbund „African Research into Neglected Tropical Diseases (ARNTD)“ aus Ghana Netzwerke vor, die den fachlichen Austausch im Feld verbessern und die Einbeziehung politischer Entscheidungsträger erleichtern und strukturieren sollen.

Im Rahmen der Konferenz hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, das „Zentrum für Infektionsforschung (ZINF)“ zu besuchen. Das ZINF entwickelte sich seit seiner Gründung 1993 zu einer international anerkannten Institution.

Während der abschließenden engagierten Podiumsdiskussion der viertägigen Konferenz hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, mit Dr. Ellis Owusu-Dabo (Scientific Director for the Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine, Kumasi/Ghana), Professor Kwabena Frimpong-Boateng (ehemaliger Chief Executive Officer, Korle Bu Teaching Hospital, Accra, Ghana) und Professor Faith Osier (Wellcome Trust Programme, Kenya Medical Research Institute, Kilifi/Kenya) mit Moderator Dr. Detlef Hanne (Projektmanager, Division Southern and Estern Africa bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW) Strategien und Probleme zur Frage der Einbeziehung der lokalen Entscheidungsträger zu diskutieren, um die lokalen Forschungsmöglichkeiten in Afrika zu verbessern und die Anwendung der Ergebnisse für die Bekämpfung der Krankheiten vor Ort zu erleichtern.

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