Lebenswissenschaften

Projektideen sollen Anträge werden

Trilateraler Workshop zu sozial-ökologischen Herausforderungen in den Agrarsystemen von Sambia und Mosambik

Deutsche und afrikanische Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Agrarworkshops im Innenhof der DFG-Geschäftsstelle
Deutsche und afrikanische Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Agrarworkshops im Innenhof der DFG-Geschäftsstelle
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Die DFG hat Mitte Juli 2017 in Bonn einen agrarwissenschaftlichen Workshop mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Sambia und Mosambik organisiert. Drei Tage lang arbeiteten dabei deutsche und afrikanische Teilnehmer in fünf Arbeitsgruppen gemeinsame Forschungsideen aus – diese Projektideen sollen nun zu DFG-Anträgen werden. Die Ideen umfassen zum Teil mehrere Einzelprojekte und sind in den Bereichen Bodenwissenschaften, Nutztierwissenschaften oder Agrar- und Entwicklungsökonomie angesiedelt. Deutsche und afrikanische Forscherinnen und Forscher sollen darin auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Mit ihren beiden Partnerorganisationen „National Science and Technology Council of Zambia“ (NSTC) und „Fundo Nacional de Investigação de Mozambique“ (FNI) plant die DFG zudem eine gemeinsame trilaterale Ausschreibung im Bereich Agrarwissenschaften.

Der trilaterale Workshop entstand im Nachgang zur „Zambia Science Conference“ im Oktober 2016 sowie zum GRC Regional Meeting im November 2016 in Maputo, Mosambik. Hier veranstaltete die DFG jeweils gemeinsam mit den Partnerorganisationen vor Ort Workshops in den Agrarwissenschaften und es konnten erste Kontakte zwischen deutschen und afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geknüpft werden, die nun während des diesjährigen Workshops zu konkreten Forschungsprojekten entwickelt werden sollten.

Alfred Sumani, Chief Executive Officer des NSTC aus Sambia und Vitória Langa de Jesús, Executive Director des FNI aus Mosambik bedanken sich bei DFG-Präsident Peter Strohschneider (v.l.) für den herzlichen Empfang
Alfred Sumani, Chief Executive Officer des NSTC aus Sambia und Vitória Langa de Jesús, Executive Director des FNI aus Mosambik bedanken sich bei DFG-Präsident Peter Strohschneider (v.l.) für den herzlichen Empfang
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DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider begrüßte die afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie die eigens angereisten Vertreterinnen und Vertreter der beiden Partnerorganisationen, allen voran Prof. Vitória Langa de Jesús, Executive Director des FNI sowie Dr. Alfred Sumani, Chief Executive Officer des NSTC. Dabei hob Strohschneider noch einmal die Ziele des Afrika-Konzepts der DFG hervor: So soll erstens ein Rahmen für gemeinsame Forschungsaktivitäten mit afrikanischen Partnerorganisationen geschaffen werden, zweitens sollen deutsche Forscherinnen und Forscher auf Kooperationschancen mit hervorragenden afrikanischen Kollegen aufmerksam gemacht werden. „Für die DFG ist es enorm wichtig, ihre Beziehungen zu Afrika zu stärken, insbesondere die Zusammenarbeit in den Agrarwissenschaften. Als Förderorganisation haben wir durchaus registriert, dass Wissenschaft und Forschung in Afrika eine zunehmend wichtigere Rolle spielen – umso bedeutsamer ist es, dass wir diese Entwicklung mit Kräften unterstützen, indem wir Kooperationen zu Wissenschaftlern und Förderinstitutionen in Afrika aufbauen “, sagte Strohschneider.

Sollen gemeinsam neue Forschungsfragen entwickeln: Teilnehmer des Workshops in Bonn
Sollen gemeinsam neue Forschungsfragen entwickeln: Teilnehmer des Workshops in Bonn
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Strohschneider machte auch noch einmal deutlich, warum die DFG Workshops dieser Art organisiere: Ideen und Menschen könnten gleichermaßen eine Inspirationsquelle sein, die Welt um uns herum neu zu bewerten und wahrzunehmen. Dies sei aber vor allem dann möglich, wenn man mit anderen Menschen von Angesicht zu Angesicht zusammentreffe und mit ihnen in einen offenen Dialog trete. Strohschneider brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass der trilaterale Workshop zu sozial-ökologischen Herausforderungen in den Agrarsystemen von Sambia und Mozambique helfen könne, neue gemeinsame Forschungsfragen zu entwickeln – die dann in einem zweiten Schritt vielleicht in Förderanträge transformiert werden könnten. Helfen soll dabei auch ein zweitägiger Antragsschreibeworkshop für die afrikanischen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, der unmittelbar vor dem agrarwissenschaftlichen Workshop von der Wissenschaftsberatung ProWiss in den Räumen der DFG-Geschäftsstelle durchgeführt wurde. Dieser fand regen Anklang, insbesondere bei den jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die bisher eher wenig Erfahrung in der Antragstellung bei Forschungsförderorganisationen haben.

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